Volltext: Ueber die quantitativen Verhältnisse des simultanen Helligkeits- und Farben-Contrastes (6)

Ueber die quantitativen Verhältnisse des simultanen Helligkeits- u. Farben-Contrastes. 439 
die Blickrichtung des Auges nicht durch geschwärzte Röhren fixiren, 
sondern war auf die angedeutete Art der Constanthaltung der Visir- 
linie angewiesen. Eine Einengung des Gesichtsfeldes durch eine 
direct vor den Augen angebrachte Doppelöffnung schien mir nicht 
geboten, um so weniger als es hier auf eine Verschiebung der Augen 
um ein paar Millimeter überhaupt nicht ankam. Eine Verschiebung 
des Kopfes um einige Centimeter aber würde sich sofort dadurch 
documentirt haben, dass das eine der zu vergleichenden Objecte für den 
Beobachter durch den Ring des Episkotisters verdeckt worden wäre. 
Es wurdennun, zu¬ 
nächst unter Ausschluss 
der dritten Oeffnung, 
zwei Diaphragmen für 
das Auge des Beob¬ 
achters so eingerich¬ 
tet, dass sie ihm Voll¬ 
ständiggleich an Größe 
und Helligkeit erschie¬ 
nen. Dann öffnete man 
das dritte Diaphragma, welches durch eine geringere Zahl von 
Gläsern bedeckt war als die beiden zu vergleichenden und daher 
heller erscheinen musste als jene. Dieses hellere Quadrat [J in 
Figur 3) übt nun einen Contrasteinfluss auf die beiden anderen [a 
und b) aus, welcher sich darin äußert, dass jene beiden Objecte 
weniger hell erscheinen, als sie es ohne die Gegenwart des helleren 
J gethan hatten. Und da die Stärke des Contrasteinflusses von 
der Entfernung abhängig ist, so erscheint, wenn man einen in der 
Mitte zwischen a und b gelegenen Punkt fixirt, das Quadrat a 
dunkler als b, und man muss diesem letzteren mittelst des Episkoti¬ 
sters einen Theil seiner Intensität nehmen, um beide wieder als 
gleich hell zu empfinden. Der Grad der hierzu nöthigen Verdun¬ 
kelung durch den Episkotister kann uns so zur Ermittelung der 
Stärke des Contrasteinflusses dienen. Als Episkotister verwandte 
ich theils einfache Sectoren von geschwärzter Pappe, theils den in 
Figur 4 veranschaulichten Apparat, der ebenso wie der weiter oben 
beschriebene Diaphragmenapparat von Herrn Mechanikus Krille 
hierselbst angefertigt worden war. Er besteht aus einem Ring aus
	        
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