Volltext: Untersuchungen zur Mechanik der activen Aufmerksamkeit (6)

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Georg Dwelshauvers. 
5) Die Dauer des Intervalles zwischen Signal und Hauptein¬ 
druck übt einen messbaren Einfluss auf die Reactionsdauer aus. 
Dieser Einfluss ist aber bei sensoriellen Reactionen erheblicher, und 
die Resultate des am meisten geübten Reagenten L. beweisen, 
dass derselbe durch Uebung bedeutend verkleinert wird. 
6) Bei den Reactionen ohne Signal kommt es nicht auf die 
Größe der Zwischenzeit an, sondern lediglich auf den Zustand 
der Aufmerksamkeit im Augenblick, wo man den Eindruck wahr¬ 
nimmt. 
7) Das Fehlen der Aufmerksamkeit verursacht eine Verzögerung 
in der Dauer des Reactionsprocesses, welcher aber unter diesen 
Bedingungen mit verhältnissmäßig großer Constanz verläuft, wie 
die geringe Größe der mittleren Variationen beweist. 
IV. Resultate der Versuche unter Anwendung des Verfahrens 
der subjectiven Beziehungen. 
Zum Verständnisse der durch das Verfahren der subjectiven 
Beziehungen gewonnenen Werthe sind folgende Punkte zu berück¬ 
sichtigen : 
1) Zu jeder Haupttabelle ist eine Nebentabelle hinzugefügt, 
worin die Zahl der Versuche in Procenten ausgedrückt ist, welche 
unter den verschiedenen Bezeichnungen der Plaupttabellen zusammen¬ 
gefasst sind. 
2) Die Tabelle der unreducirten Werthe (Mai) werden mit o. r. 
bezeichnet. Obgleich dieselben die Genauigkeit der aus reducirten 
Zahlen zusammengesetzten Tabellen nicht besitzen, so können trotz¬ 
dem aus ihren Ergebnissen approximative Data gewonnen werden. 
3) Vor den Resultaten jedes Reagenten werden die von ihm 
angenommenen Bezeichnungen erörtert. 
4) Da bei den »unaufmerksamen Reactionen« weder der Vor¬ 
bereitung noch dem Reactionsvorgang selbst die mindeste Beachtung 
geschenkt werden konnte, so kommen bei dem Verfahren der Bezie¬ 
hungen die mit willkürlich gespannter Aufmerksamkeit ausgeführten 
Reactionen allein in Betracht. Wir sprechen hier von den ab¬ 
sichtlich unaufmerksamen Reactionen; denn in den Reihen auf-
	        
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