Bauhaus-Universität Weimar

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Gesichtsvorstellungen. 
bigem Papier an. Man stellt sich nun in möglichst grosser Entfernung 
dem Carton gegenüber so auf, dass bei aufrechter Haltung des Kopfes die 
gerade nach vorn gerichteten und (der Primärstellung entsprechend) ein 
wenig nach unten geneigten Gesichtslinien den Mittelpunkt des farbigen 
Kreuzes fixiren. Ist dies lange genug geschehen, dass ein complementär- 
farbiges Nachbild entstehen konnte, so bewegt man zuerst das Auge gerade 
nach innen und aussen, dann, wieder vom Fixationspunkte aus, nach 
oben und unten. In beiden Fällen decken sich die Schenkel des Nach¬ 
bildes mit den verticalen und horizontalen Linien des Cartons. .Um nun 
das Gesetz auch in Bezug auf schräge Bewegungen der Gesichtslinie zu 
prüfen, dreht man zuerst den Carton, bis die verticalen oder horizontalen 
Linien in diejenige Richtung kommen, in welcher man die Gesichtslinie 
bewegen will. Es ist dann auch das Kreuz in der Mitte entsprechend ge- 
Fig. m. 
dreht worden : das Nachbild desselben behält nun, wenn man die Gesichts¬ 
linie sich entlang den vorgezeichneten Linien bewegen lässt, wiederum 
seine Richtung bei. 
Dreht man bei diesem Versuch den Carton nicht, sondern lässt man 
mit dem aufrecht stehenden Nachbild die Gesichtslinie wandern, so neh¬ 
men die beiden Schenkel desselben in den Schrägstellungen eine schiefe
        

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