Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Fechner-Helmholtz‘sche Satz über negative Nachbilder und seine Analogien, Zweiter Theil
Person:
Wirth, Wilhelm
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4558/40/
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Wilhelm Wirth. 
Felder entspricht, das nämliche Blau, um das Nachbild von Blau 
neben Grau nach dem nun schon öfter erwähnten Princip (Cap. 2, I, 3) 
auf Both subjectiv ausgleichen zu lassen. Das ganze übrige Trans¬ 
parentfeld dieses inneren Binges trägt außer diesen blauen Halb- 
sectoren (und außer den undurchsichtigen Sectoren als Haltestreifen) 
ein Both von gleicher Helligkeit. Zur Messung des Nachbildes auf 
Both (mit Seihsteinstellung) ist also nur noch ein mit dem Hebel 
beweglicher Doppelsector von mindestens 2 • 30° nothwendig, der in 
der Ausgangslage (in der Figur gestrichelt) zunächst die Blau-Both- 
Sectoren verdeckt und durch Verdrehung des Hebels in Bichtung 
des Pfeiles so viel Blau an Stelle des zuerst neben Grau fixirten 
Blau einführt, als zur subjectiven Ausgleichung gehört. Werden 
dann weiterhin noch andere Doppelsectoren von verschiedener Sectoren- 
breite vor die Scheibe gesetzt, welche ebenfalls nur den inneren Kreis¬ 
ring verdecken, so kann die Projection auch auf verschiedene (ge¬ 
ringere) Intensitätsstufen des Both vorgenommen werden. In der 
Figur ist noch ein solcher von 2-60° hinzugefügt. Selbstverständ¬ 
lich muss die Lage des Elektromagneten to'3 und des Widerhaltes p 
genau so eingestellt werden, dass die Grenze von Blau und Grau 
in der Ausgangslage möglichst genau in die Grenze von Both und 
Blau in der Endlage hineinfällt, und der Fixationspunkt beide Male 
auf denselben zu liegen kommt. Eine Erschwerung der Nachbild¬ 
messung gegenüber den bisherigen Versuchen ist dann kaum zu be¬ 
merken. Natürlich darf auch von vornherein immer nur der eine 
Theil der Farbenfläche vom Beobachter gesehen werden können. 
Am einfachsten ist dies bei Transparentbeobachtung von der anderen 
Seite des Schirmes Sch2 her durch Einfügung eines Diaphragmas zu 
erreichen. Die unveränderliche Grenze des Gesichtsfeldes hegt dann 
als Schatten des Diaphragmas auf dem Transparentschirm selbst. 
Aber auch für directe Beobachtung von vorn lässt sich leicht ein 
großes Diaphragma passend so anbringen, dass es den Lichtkegel 
nicht hindert und doch nur die Aussicht auf jeweils einen Theil (bei 
unserer Bewegungsrichtung des Spiegels auf den rechten Theil in 
der Ausgangslage) frei lässt (gleichzeitig natürlich unter Anbringung 
eines seitlichen Schirmes zur Verdeckung der Versuchsanordnung)- 
5. Für die Versuche über den Bückgang der farbigen Nachbild¬ 
wirkung oder die Erholung auf Flächen von verschiedener Farben-
        

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