Volltext: Untersuchungen über das Tongedächtniss (3)

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H. K. Wolfe. 
sieben Perioden und eine Versuchsperson angibt, und die Resultate 
zweier der Perioden ziemlich große Abweichung vom Gesetz zeigen 
so wird man nicht sehr geneigt sein, die Beweiskraft seiner Ergebnisse 
anzuerkennen. Auch meine Versuche sind nicht geeignet, dieses Pro¬ 
blem ohne weiteres zu lösen. Wie schon erwähnt, übte die unerwartete 
Größe der subjectiven und individuellen Bedingungen einen stören¬ 
den Einfluss aus. Es kommt dazu die ungeheuere Wirkung der 
Uebung. Trotzdem zeigen die Tabellen, dass die Zwischenzeit an¬ 
nähernd einen geometrischen Zuwachs erfahren muss, um gleiche 
Abnahmen des Behaltenen zu verursachen. 
Es ist schon hervorgehoben worden, dass unmusikalische, unge¬ 
übte Beobachter nicht im Stande sind bei 4 Schw. Unterschied o und u 
richtig zu beurtheilen. Wenn es sich aber bloß um gleiche oder un¬ 
gleiche Töne handelt, schätzen auch diese sehr genau. Die Wirkung 
der Zeit auf das Gedächtniss wird demnach bei ungeübten Personen 
am klarsten in den Gleichheitsfällen zu erkennen sein. Ich stelle da¬ 
her in Tabelle VII die Procente der richtigen Palle bei 4 Schw. von 
den fünf Beobachtern zusammen, wenn die objectiven Töne einander 
gleich waren. Nur bei L. und W. sind, weil bei ihnen weniger Ver¬ 
wechslungen vor kamen, die gesammten Versuche bei 4 Schw. be¬ 
nutzt worden. 
Tabelle VII. 
Zeit 
1 
2 
3 
4 
5 
7 
10 
15 
20 
25 
30 
40 
50 
60 
W. 841 
Versuche 
93 
92 
89 
88 
86 
84 
82 
82 
78 
75 
76 
74 
71 
61 
L. 297 
Versuche 
95 
97 
95 
95 
93 
93 
88 
83 
82 
83 
75 
68 
64 
62 
F. ca. 80 
Versuche 
92 
91 
87 
87 
84 
88 
79 
73 
79 
71 
67 
60 
64 
63 
A. ca. 40 
Versuche 
78 
86 
86 
80 
81 
81 
68 
71 
73 
67 
65 
59 
64 
50 
B. 56 
Versuche 
96 
99 
90 
94 
88 
— 
89 
84 
74 
68 
69 
P. 57 
Versuche 
93 
95 
93 
86 
84 
— 
65 
67 
50 
60 
52 
T. 50 
Versuche 
94 
100 
93 
93 
90 
— 
75 
77 
59 
48 
35
	        
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