Volltext: Die Messung von Schallstärken (3)

Die Messung von Schallstärken. 
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diese sich besser bewährten — an hänfenen Fäden und klemmte die 
letzteren zwischen das Gebiss einer Zange. Dann beobachtete er die 
Kugel durch zwei Mikroskope, deren Axen einen rechten Winkel bilde¬ 
ten, um sich so vergewissern zu können, dass dieselbe im Momente des 
Hinabfallens, welches durch vorsichtiges Oeffnen der Zange vermittelst 
Drehung einer Schraube bewirkt wurde, nicht etwa minimale Schwing¬ 
ungen machte. Uebrigens war zur Vermeidung störender Einwirkungen 
durch Luftströmungen der ganze Fallapparat in ein nur unten offenes 
Kästchen eingeschlossen. 
Als die Resultate dieses Verfahrens ihn nicht befriedigten, nahm 
Reich seine Zuflucht zur folgenden Methode: 4) Er versah ein an der 
Seite durch ein Thürchen verschließbares Kästchen oben mit einer 
Messingplatte, die »eine den Durchmesser derKugeln etwas übertreffende 
kreisrunde Oeffnung hatte.«1 2) Die messingene Platte trug einen Ring 
desselben Materials ; das Centrum dieses Ringes fiel zusammen mit dem 
Mittelpunkte des kreisrunden Loches, und »in diesem Ringe drehbar lag 
ein anderer, oben eben geschliffener Ring, der durch drei Schräubchen 
mittelst eines Niveau’s horizontal gestellt werden konnte. Dieser innere 
Ring war innen glatt und unten conisch ausgedreht; seine obere, 
etwas zugerundete Kante hatte aber einen Durchmesser, der den der 
Kugeln möglichst wenig übertraf, so dass diese eben noch hindurch¬ 
gingen, aber, erwärmt, darauf liegen blieben. Sollte eine Kugelfallen, 
so wurde sie nach gegebenem Signale aus kochendem Wasser, in welches 
man sie gehängt hatte, genommen, abgetrocknet und auf den Ring 
gelegt, das Thürchen geschlossen und eine abgeschliffene kleine Glas¬ 
glocke über die Kugel gestürzt. Sobald letztere gehörig erkaltet war, 
fiel sie durch, während die Glasglocke allen Luftzug abschloss.«3 4) 
Da keiner der beschriebenen Apparate zu unseren Fallversuchen 
als tauglich sich erwies — der letztgeschilderte insbesondere deshalb 
nicht, weil hei ihm der Zeitpunkt des Hinabfallens der Kugel von 
deren Erkaltungsgeschwindigkeit abhängig ist, so benutzten wir fol¬ 
gende neue, von Herrn Prof. Wundt ersonnene Vorrichtung.4) (Vgl- 
1) S. 10 und 11 des vorgenannten Werkes. 
2) S. 10 des vorgenannten Werkes. 
®) H des vorgenannten Werkes. 
4) In vortrefflicher Weise ausgeführt von dem hiesigen Mechaniker Herrn 
-«trille.
	        
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