Volltext: In Sachen des Zeitsinnes und der Methode der richtigen und falschen Fälle, gegen Estel und Lorenz (3)

In Sachen des Zeitsinnes und der Methode etc. 
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Hinsicht zu machen, nur zurückgeben kann. Um diesen Punkt ins 
Klare zu stellen, ist auf auf die sachliche Bedeutung des J als Func¬ 
tion bestimmter Beobachtungswerthe zuriickzugehen, worüber zwi¬ 
schen Estel und mir insofern kein Widerstreit besteht, als er zwar 
in seiner Abhandlung diese sachliche Bedeutung nur einseitig ins 
Auge fasst, aber in seiner Replik (wenigstens indirect) auch die zweite 
Seite derselben, die ich in meiner Abhandlung zugleich mit der ersten 
zur Geltung gebracht habe, anerkannt hat. 
Estel selbst nämlich definirt in seiner Abhandlung den Werth J 
durch folgende Formel 
J _ to_+Ju — t=T — f . . (!) 
worin t die in die Versuche eingeführte sogenannte Hauptzeit, 
t0, tu die damit in den Versuchen gleichgeschätzten, doch um die 
Unterschiedsschwellen objectiv davon verschiedenen, sogenannten 
Vergleichszeiten nach oben und unten sind, indess T = — 
der von Wundt sogenannte Schätzungswerth der Zeit ist. 
Heiße nun d0 die obere, du die untere Unterschiedsschwelle, so 
ist, wenn beide nach absolutem Werthe, also als positiv genommen 
werden, wie es nach meiner Abhandlung S. 13 sachgemäß ist, 
— to * j du = t — ty j 1 
t0 = t + d0- tu = t — du ; J 
und, durch Substitution dieser Werthe von t(:, tu in (1), 
Wie nun J nach Gleichung (1) als Differenz zwischen dem Schätz¬ 
ungswerth T und dem wirklichen Werthe der Hauptzeit t erklärt 
werden kann, so nach (3) als halbe Differenz zwischen der oberen und 
unteren Unterschiedsschwelle. 
Zur vollständigen Entwickelung der factischen Bedeutung von J 
gilt es, beide Formeln (1) und (3) ins Auge zu fassen, wie das von 
vom herein in meiner Abhandlung geschehen ist, indess Estel in 
seiner Abhandlung gar nicht auf (3) gekommen, mithin auch nicht auf 
die Folgerungen daraus eingegangen ist, vielmehr alle seine Folge¬ 
rungen bloß aus (1) zieht und die Bedeutung des J ausschließlich 
avon abhängig macht. Erst in seiner Replik erkennt er, wie ja nicht 
anders möglich, die Gültigkeit von (3) nachträglich (indirect) dadurch 
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