Bauhaus-Universität Weimar

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Armand Thiéry. 
Tabelle XVI. 
Beobachter A. 
0° 
15° 
45° 
90° 
180° 
165 2,3 
167,5 4 
151 2,5 
157,5 3,9 
159,1 3,2 
Die Täuschung ereicht demnach ein Minimum bei 45°, ein 
Maximum bei 15°; sie ist stärker für 0° als für 180°. 
In einer anderen Serie von Versuchen hatte das Trapez, gegen 
welches die Seiten des anderen divergent waren, seine parallelen 
Seiten constant gleich 30 cm und 20 cm. 
Tabelle XVII. 
0° 
45° 
135° 
180° 
Beobachter C 
224,5 3,1 
220,6 2,0 
210,7 0,4 
209,6 3,0 
A 
217,1 4,8 
202,1 2,1 
198,9 0,8 
198,8 1,9 
E 
215,5 2,5 
205,8 1,8 
201,2 1,5 
202,1 2,1 
Die Täuschung ist stärker bei 45° als bei 135°. Bei 135° und 
180° kann sie sogar im entgegengesetzten Sinne stattfinden. 
Die Täuschung zeigt ein Minimum bei 45°. Wir haben da¬ 
gegen gesehen, dass sie in der Figur von Zöllner ein Maximum 
bei 45° zeigt. Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich durch 
die Umstände der vorliegenden Experimente: Wenn die parallelen 
Seiten um 45° geneigt sind, so sind die convergenten Seiten, da 
sie ungefähr 37° zu den parallelen Seiten geneigt sind, bis auf ein 
weniges beziehungsweise parallel und senkrecht zum Horizont in 
dem Gesichtsfelde, und, wie man bei entsprechender Drehung der 
Fig. 29 sehen kann, wird alsdann der Parallelismus der in dieser 
Stellung horizontalen Seiten AC und ac und der in der nämlichen 
Stellung senkrechten BD und bd mehr auffallen, und AC, ac 
werden Fixationslinien; ebenso BD, bd. Es lenkt daher das Ver¬ 
hältnis der Convergenz, in welchem AC zu BD steht, weniger
        

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