Bauhaus-Universität Weimar

Die Wirkung akustischer Sinnesreize auf Puls und Athmung. 
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der dadurch nöthig werdenden willkürlichen Aufmerksamkeit später 
Rückgang der Pulsverlängerung und schließlich sogar die Puls¬ 
verkürzung 4,0 4,5 4,2, also gegenüber dem Anfang um — 0,1 
-—0,1 —01. 
Nach Aussage des Reagenten war »später« bei ihm »etwas 
Analyse« in musikalischer Hinsicht aufgetreten. 
Beispiel 80. Reagent: Derselbe. Geschwindigkeit: IIb. Reiz: 
Die ersten 18 Takte aus Liszt’s symphonischer Dichtung »Prome¬ 
theus« (Klavierauszug). Ergebniss: Pulsverkürzung, nämlich von 
5,6 6,3 5,8 auf 5,3 6,0 5,6, also um —0,3 —0,3 —0,2, und später 
sogar auf 5,1 5,7 5,4, also um weitere —0,2 —0,3 —0,2. Nach 
Aussage des Reagenten war »Analyse« vorhanden. 
Beispiel 81. Reagent: Derselbe. Geschwindigkeit: IIb. Reiz: 
Die ersten 10 Takte des Theiles »Molto espressivo« aus Liszt’s 
symphonischer Dichtung »Die Ideale« (Klavierauszug). Ergebniss: 
Pulsverkürzung, nämlich von 4,6 5,4 5,1 auf 4,6 5,2 4,7, dann so¬ 
gar 4,2 4,7 4,6. Aussage wieder: Analyse. 
Beispiel 82. Reagent: Derselbe. Geschwindigkeit: III. Reiz: 
Die ersten 13 Takte aus Liszt’s symphonischer Dichtung »Les 
Préludes« nach Lamartine. Das Ergebniss zeigt die folgende 
Tabelle : 
Reagent: G. Tawney. Geschwindigkeit III. 
Beiz 
Min. 
Max. 
Mw. 
nA 
nP 
L 
mP 
mA 
Liszt, 
Les Pré- < 
ludes. 
3,7 
-0,2 
3,5 
-0,1 
3,4 
— 0,3 
3,1 
4.8 
-0,1 
-0,4 
4,3 
-0,4 
3.9 
4.2 
-0,2 
4,0 
-0,4 
3,6 
— 0,3 
3.3 
22/4 
3V4 
3% 
2 
16V* 
24Vz 
24 
14 
67.7 
98.8 
88.7 
46.8 
4.2 
-0,2 
4,0 
— 0,3 
3,7 
-0,4 
3.3 
27 
— 2 
25 
— 2 
23 
± 0 
23* 
Aussage: Analyse: entsprechend zunehmende Pulsverkürzung. 
Aus allen diesen Versuchen geht hervor, dass auch hier bei 
unwillkürlicher Aufmerksamkeit Pulsverlängerung auftritt, na¬ 
mentlich eben bei leichteren oder bekannteren Stücken und bei 
Wiederholungen, sei es eipes ganzen Stückes, was oben nicht weiter 
angegeben ist, oder innerhalb eines und desselben Stückes. Ist 
Wundt, Philos. Studien. XI. 39
        

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