Volltext: Ueber geometrisch-optische Täuschungen [In drei Teilen] (11)

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Armand Thiéry. 
Wir haben aber den folgenden Apparat vorgezogen, dessen erste 
Idee von Don der s ausgeht, welcher ihn aber für andere Untersu¬ 
chungen brauchte. 
Man denke sich einen quadratischen Rahmen aus Stahl (Fig. 12), 
welcher 33 cm im Lichten misst und bei 3 cm Breite 3 mm Dicke 
besitzt. Der Rahmen ist aus einem Stück gearbeitet. Einer der 
äußeren Ränder des Rahmens ist verlängert und trägt einen Kreis¬ 
bogen, welcher in Viertelgrade getheilt ist. Ein anderer Rahmen von 
denselben Dimensionen wird durch vier Stahlstäbe gebildet, welche 
durch Stifte in der Weise verbunden sind, dass sie ein bewegliches 
Ganze bilden. Zwei parallele Seiten des beweglichen Rahmens 
(man könnte ihn auch gegliederten Rahmen nennen) sind in ihrer 
Mitte auf der Mitte des festen Rahmens befestigt, und zwar so, dass 
sie sich um den Befestigungspunkt drehen können. Auf einem dieser 
Stäbe ist ein kleinerer Kreisbogen befestigt, der in seiner Mitte einen 
Strich trägt, welcher als Zeiger dient. Der bewegliche Bogen bewegt 
sich auf der Theilung des festen Bogens und zeigt durch seinen Zeiger 
die Amplitude der Rotation des gegliederten Rahmens an. Steht 
der Zeiger auf Null, so bildet der gegliederte Rahmen ein Quadrat ; 
entfernt sich der Zeiger nach rechts oder nach links von Null, so 
bildet der bewegliche Rahmen einen Rhombus. Die drehbar be¬ 
festigten Seiten des beweglichen Rahmens stehen immer schräg zu 
den Seiten des festen Rahmens, außer wenn man dieselben über¬ 
einander legt; hingegen stehen die nicht befestigten Seiten immer 
parallel zu den correspondirenden Seiten des festen Rahmens. Dem 
soeben beschriebenen Apparate haben wir die Zöllner’sehe Figur 
angepasst in folgender Weise: An den Drehpunkten der beiden 
Rahmen haben wir eine horizontale feste Achse befestigt, gebildet 
durch einen Kupferstreifen von 4 mm Breite; dieser Streifen misst 
innerlich im Rahmen 30 cm. Daran befestigten wir, 6 cm von 
einander entfernt, 4 Streifen, welche senkrecht zur Achse stehen. 
Die beiden äußeren Streifen sind ebenfalls 6 cm vom inneren 
Rande des Rahmens entfernt. Diese Streifen haben eine Länge von 
30 cm und können sich um ihren Befestigungspunkt an der Achse 
drehen. Weiter kann ihr freies Ende nach Belieben an einem 
Punkte des beweglichen Rahmens befestigt werden; ein Streifen, 
welcher auf diese Weise befestigt worden ist, wird mit in die
	        
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