Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Metallglanz und die Parallaxe des indirecten Sehens
Person:
Kirschmann, August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4527/1/
Der Metallglanz und die Parallaxe des indirekten Sehens. 
Von 
A. Hirschmann. 
Mit 3 Figuren im Text. 
In einer früheren Abhandlung1) habe ich mich bemüht nach¬ 
zuweisen, dass auch für das monoculare Sehen, abgesehen von den 
mit der Accommodationsänderung verbundenen Muskelempfindungen, 
eine Tiefenwahrnehmung, ein Aequivalent für die parallaktische 
Verschiedenheit der Bilder beim Sehen mit dem Doppelauge, an¬ 
genommen werden muss. Ich habe auf dem Wege einfacher geo¬ 
metrischer Betrachtungen gezeigt, dass eine Parallaxe des indirecten 
Sehens existirt, und durch eben so einfache Rechnung und Con¬ 
struction dargethan, dass sie von so beträchtlicher Größe ist, dass 
von einer Vernachlässigung keine Rede sein darf. Des ferneren 
wurde in jener Abhandlung gezeigt, dass zwei der Erklärung be¬ 
dürftige Thatsachen sich unter der Annahme einer Parallaxe des 
indirecten Sehens in ungezwungener und hinreichender Weise er¬ 
klären lassen: »Die spaltförmigen Pupillen gewisser Thiere« und 
»die Pupillarreaction beim Aendern der Accommodation«. 
Herr Professor Wundt gab in einem Briefe der Vermuthung 
Raum, dass sich die Theorie auch experimentell bestätigen lasse. 
Eine solche Bestätigung glaube ich nun allerdings erbringen zu 
können, wennschon es sich nur um eine Art Experimentum crucis 
1) Die Parallaxe des indirecten Sehens und die spaltförmigen Pupillen der 
Katze. Philos. Stud. IX, S. 447 ff. 
Wundt, Philos. Studien. XI. 
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