Bauhaus-Universität Weimar

Zur Psychophysiologie der Mundhöhle. 
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ansehen konnte, so habe ich an andern Personen Yergleichsversuche 
angestellt, deren Ergebnisse ich als einwurfsfrei betrachten konnte. 
Ich erhielt so 
an Herrn Prof, von Frey links 
den "Werth 
von 0,5 g/mm 
» Herrn Dr. med. ß. Hob er beiderseits 
» » 
» 0,75 » 
» Fräul. stud. med. Witkiewitsch beiderseits » » 
» 0,75 * 
» Herrn cand. med. F. Brupbacher links 
» » 
» 0,5 » 
» Herrn stud. med. H. Andrae rechts 
» » 
» 0,75 » 
links 
» » 
»1,0 » 
Vergleicht man diese Werthe mit denen, die man auf der übrigen 
Wangenschleimhaut, sowie auf den Tastflächen der Körperhaut und 
den diesen nahegelegenen Stellen erhält, so ergibt sich, 
dass die Tast- 
empfindlichkeit unserer Stelle gegen die 
steht. Ich erhielt z. B. an mir selbst 
jener Flächen 
nicht zurück 
auf der übrigen Wangenschleimhaut 
Schwellenwerthe von 0,75 g/mm 
» der Fingerbeere des linken Zeigefingers 
» 
» 0,75 » 
» der Fingerbeere des linken Mittelfingers 
» 
» 1,0 » 
» der Fingerbeere des linken Ringfingers 
» 
» 0,5 » 
» der Fingerbeere des linken Daumens 
» 
» 1,0 
» den behaarten Stellen d.Yorders. des linken Unterarms » 
» 0,5-0,75 » 
Ebenso fand von Frey1) auf einem 9,74 cm2 großen Hautgebiet 
seiner linken Wade, sowie auf einem 16 cm2 großen seines linken 
Handgelenks Punkte, deren Schwellenwerth einer Reizgröße von 
0,5 g/mm entsprach. 
Die Verschiedenheit der Werthe auf den einzelnen Fingerbeeren 
dürfte mit der verschiedenen Dicke der Epidermis Zusammenhängen. 
Aus dem gleichen Grunde dürften hier individuelle Verschiedenheiten 
zu erwarten sein. So nimmt z. B. von Frey den Werth von 0,5 g/mm 
für die Fingerheeren in Anspruch1). 
Diesen Ausführungen sei noch hinzugefügt, dass man auf der 
Zungenspitze und dem Lippenroth viel niedrigere Schwellenwerthe, 
mit andern Worten eine, wie auch zu erwarten stand, weit größere 
Empfindlichkeit findet. Bei allen hierauf untersuchten Personen wurde 
1) M. von Frey, Abhdl. etc. S. 235. 
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