Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arbeit und Rhythmus: Der Einfluß des Rhythmus auf die Quantität und Qualität geistiger und körperlicher Arbeit, mit besonderer Berücksichtigung des rhythmischen Schreibens
Person:
Awramoff, Dobri
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4504/36/
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Dobri Awramoti'. 
ten verglichen werden müssen. Die Zwischenzeit zwischen je zwei 
Reactionen betrug dabei meist etwa 1 Secunde gegen 2 Secunden 
bei den früheren Versuchen. Auch hier sind Versuche mit 3 kg 
und 5 kg vorgenommen worden. Mit 7 kg wurde nicht gearbeitet. 
Die Versuchsreihen wurden an zwei Versuchspersonen ausgeführt, 
welche schon die früheren Versuche mitgemacht hatten, also schon 
eingeübt waren: Herr Messmer und Herr Awramoff. 
Die Reactionszeiten wurden zu dreißig gesammelt und das arith¬ 
metische Mittel in Millimetern berechnet. 
Reactionszeiten. 
Die einzelnen Reactionszeiten waren hier gleichmäßiger und regel¬ 
mäßiger als bei den früheren Versuchsreihen. Doch begegnen uns 
wieder die individuellen Unterschiede. Auf einer Trommel konnten 
7—10 Reactionszeiten auf genommen werden. 
Die erste Reactionszeit auf einer Trommel nennen wir normale 
Reactionszeit und die letzte Schlussreactionszeit. Man sollte erwarten, 
dass die erste Reactionszeit die längste, die letzte — dagegen die kürzeste 
sei, das ist aber in der That nicht so, eher sind die ersten Reactionen 
als die durchschnittlich kürzeren zu bezeichnen. Ein Einfluss der Ge¬ 
schwindigkeit des Kymographions ist dabei ausgeschlossen, da wir nie 
die erste Umdrehung benutzten. Die Regelmäßigkeit des Kymogra¬ 
phions ist bei der benutzten Rotationsgeschwindigkeit eine so große, 
dass die mittlere Variation der einzelnen Drehungen 1—2 mm auf 
10 Umdrehungen beträgt. Die Ursache davon scheint vielmehr die 
anfangs sehr starke Spannung der Aufmerksamkeit zu sein. Die 
gespannte Absicht, so schnell als möglich zu heben, wirkt sehr stark bei 
der Ausführung der Normaireaction, und deswegen ist sie immer kürzer 
als die zweite, die dritte, die vierte u. s. w. Die späteren Reactionszeiten 
fielen aber nicht gleichmäßig kürzer als die erste »Normalreactions- 
zeit« aus, sondern ganz ungleichartig und nicht immer und nicht bei 
allen Versuchspersonen gleich. Hierzu trug nicht wenig auch die 
Geschwindigkeit des Tempos und das Gewicht bei. Regelmäßiger 
sind die einzelnen Reactionszeiten dann, wenn das Tempo dem Ge¬ 
wicht entspricht. 
Von einer Versuchsperson wurden die einzelnen Reactionszeiten 
so ausgeführt, dass die zweite Reactionszeit länger war als die erste,
        

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