Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Arbeit und Rhythmus: Der Einfluß des Rhythmus auf die Quantität und Qualität geistiger und körperlicher Arbeit, mit besonderer Berücksichtigung des rhythmischen Schreibens
Person:
Awramoff, Dobri
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4504/34/
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Dobri Awramoff. 
Gewicht noch größer wird, wird der Winkel immer kleiner; denn es 
ist nicht möglich, 7 kg so schnell zu heben als 3 kg oder 5 kg. 
Die Belastung der Muskeln mit 7 kg verhindert es, ihre Contraction 
beliebig auszuführen. Man sieht daraus, dass die Form der Hub- 
curve vorzugsweise durch das Gewicht beeinflusst wird, ihre Länge 
dagegen durch den Rhythmus. Ferner wirkt das Gewicht sehr stark 
auf die Curvenform ein, während es bei den Reactionszeiten kaum 
spürbar war. Es möge nun eine Besprechung einzelner Ourven 
folgen. 
Versuchsperson A. 
Der Aufstieg der Curve bei dieser Versuchsperson erreicht seinen 
Culminationspunkt, beugt sich, eine Welle beschreibend, der Abscisse 
zu, erreicht ein zweites Maximum, das nicht so hoch als das erste ist, 
und fällt von da an gleichmäßig abwärts bis zur Abscisse. Der Ab¬ 
stieg der Curve gleicht in seiner Beugung dem Aufstieg; dies gilt 
für das Heben von 5 kg ohne Tempo. Beim Heben von 3 kg Ge¬ 
wicht ohne Tempo bleibt im Großen und Ganzen dieselbe Form der 
Curve, nur mit dem Unterschied, dass der Auf- und Abstieg senk¬ 
rechter ausfallen. Beim Heben von 5 kg mit Tempo unterscheidet 
sich die Form der Curve von denjenigen beim Heben von 5 kg ohne 
Tempo nur darin, dass die Welle nicht so tief und die beiden Culmi- 
nationspunkte nicht so hoch sind, als beim Heben von 5 kg Gewicht 
ohne Tempo. Beides weist auf eine flüchtigere Ausführung der 
Hebung hin. Beim Heben von 3 kg mit Tempo nur darin, dass der 
Auf- und Abstieg der Curve etwas senkrechter, als bei 3 kg ohne 
Tempo sich gestalten. Darüber siehe die am Schlüsse dieser Reihe 
angegebenen Tabellen. 
Versuchsperson M. 
Bei dieser Versuchsperson unterscheiden sich die Formen der 
Curven darin, dass manche concave Wellen ergeben, während andere 
fast halbkreisförmig verlaufen; ferner sind ihr Auf- und Abstieg 
senkrechter, als bei Versuchsperson A. und anderen Versuchspersonen. 
Versuchsperson Fri. G. und Fri. P. 
Der Aufstieg verläuft bei beiden Damen sehr schief und hat die 
Form einer Parabelhälfte. Die Curve ist im allgemeinen sehr niedrig, 
ohne irgend eine Welle. Der Abstieg ist senkrechter.
        

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