Bauhaus-Universität Weimar

Neue Complicationsversuclie. 
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Curve von VIH. Etwa von Umdrehungszeit 4 Secunden bis 1,5 Se- 
cunden erstreckt sich diese Art der Beobachtung, in die ich, ohne 
es zu wollen, gerieth. Als ich es bemerkte, wandte ich mich wieder 
ganz der naiven Beobachtung zu und sofort sank die Zeitverschiebung 
von — 85 a bis — 4 a. Hieraus erklärt sich auch die oben als auf¬ 
fällig erwähnte Thatsache, dass das negative Maximum dieser Curve 
bei 3 Secunden liegt. 
Es muss jetzt von dem Einfluss die Rede sein, den die verschie¬ 
denen Beobachtungsmodi auf die Größe und Art der Fehler haben. 
Es erscheint nicht von vornherein ausgemacht, dass der Beobach¬ 
tungsmodus überhaupt von Einfluss auf die Fehlergröße ist. Es er¬ 
scheint gleichgültig, wie ich dazu komme, den Ort des Schalles fest¬ 
zustellen. Die Erfahrung lehrt das Gegentheil: Wir hatten I, H, 
YT als dem reflectirenden, III, VII, VIII als dem naiven Typus 
zugehörig anerkannt, während IV und V keinem von beiden zu¬ 
gerechnet waren. Ein Blick auf die Tabelle zeigt uns deutliche Unter¬ 
schiede bei den beiden Typen: wir sehen bei III, YII und YHI 
(bei III ist das oben Gesagte zu beobachten) alle Gesetzmäßigkeiten, 
von denen wir oben redeten, deutlich ausgeprägt: 
Curve 2 ist positiver als Curve 1. 
Innerhalb der Curven ist ziemlich regelmäßig ein Aufsteigen der 
Curven bis zu ihrem Maximum von links nach rechts ohne viel 
Schwankungen. 
Anders bei den reflectirend Beobachtenden: 
Bei I zwar entspricht Curve 1 ziemlich den Gesetzmäßigkeiten, 
Curve 2 dagegen zeigt ein fortwährendes Auf und Ab. 
Bei H weder in Curve 1 noch in Curve 2 irgend welche Regel¬ 
mäßigkeit, ebenso bei VI. Die Curven von Y gehörten mehr zu den 
regelmäßigen, die Curven von IY mehr zu den unregelmäßigen. 
Freilich, wenn man von diesen Unregelmäßigkeiten absieht und 
nur den ungefähren Gang der Curve ins Auge fasst, so gelten, wie 
oben gezeigt wurde, auch hier noch die angeführten Gesetzmäßig¬ 
keiten. Deutlich zeigt sich vor allem auch hier der Einfluss der 
Uebung in dem raschen, überall vorhandenen Sinken von Curve 1, 
obwohl auch hier bei den Reflectirenden einige Unregelmäßigkeiten 
Vorkommen. Dass jedoch auch bei diesen der Einfluss der Ge¬ 
schwindigkeit nicht verschwunden ist, ergibt sich auch vor allem 
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