Bauhaus-Universität Weimar

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Moritz Geiger. 
(siehe oben), gebe icli die Zahlen daher gesondert, ebenso habe ich 
hei der graphischen Darstellung ohne Rücksicht auf die Aufeinander¬ 
folge der Versuche alle Versuche dieser Versuchsperson zu einer 
Curve zusammengezogen. 
Bei den Curven sind die Abscissen Umdrehungszeiten in Secunden, 
die Ordinaten die Zeitverschiebung in a, oberhalb der Abscissen- 
Axe die positiven Fehler, unterhalb die negativen Fehler. Die 
ausgezogenen Curven stellen die Zeitverschiebung dar, wie sie sich bei 
der ersten Versuchshälfte ergab, als ich von 8 Secunden Umdrehungs- 
zeit beginnend die Umdrehungszeit abnehmen ließ (im Text bezeichne 
ich die ausgezogene Curve mit Curve 1); die punktirte Curve stellt 
die Zeitverschiebung für die zweite Versuchshälfte, bei von Reihe zu 
Reihe abnehmenden Geschwindigkeiten, dar (im Text weiterhin als 
Curve 2 bezeichnet). 
Die Betrachtung der Curven zeigt, dass bei meinen Versuchen so¬ 
wohl negative, als positive Zeitverschiebungen vorkamen. Die Curven 
lassen freilich nicht erkennen, dass, wie es thatsächlich der Fall war, 
bei allen Versuchspersonen positive Fehler vorkamen (wenn auch 
hei manchen nur vereinzelt), da die Ordinaten Mittelwerthe sind aus 
etwa 25 Versuchen. 
Curven, die ganz im Negativen verlaufen, sind die von VII und 
III. Beide weisen je einen Mittelwerth auf, bei dem der Fehler ver¬ 
schwindet. Bei den übrigen Versuchspersonen kommen sowohl posi¬ 
tive als auch negative Mittelwerthe vor, und zwar so, dass bei V 
und VIII die negativen Werthe, bei I die positiven iiherwiegen, wäh¬ 
rend bei den drei anderen II, IV und VI positive und negative Wertlie 
ziemlich gleichmäßig Vorkommen. Was die Größe der Zeitverschiebung 
anbelangt, so ist sie auffallend klein. Bei den angeführten Versuchs¬ 
reihen finden sich nur 5 Mittelwerthe, hei denen die Zeitverschiebung 
größer als 100 a, also i/10 Secunde ist, und zwar sind das lauter nega¬ 
tive Zeitverschiebungen (drei hei VTII, je eine bei III und VII). 
Ueber rund l/8 Secunde (— 128 a hei VIII) steigt überhaupt keine 
Zeitverschiebung. Noch geringer sind die positiven Zeitverschiebungen. 
Hier ist das Maximum nur + 52,5 a (bei I). 
Diese Zahlen stehen in ziemlichem Gegensatz zu den Ergebnissen, 
die die früheren Leipziger Beobachter aufzuweisen hatten. Hier ge¬ 
hörten Zeitverschiebungen von einer ganzen Secunde durchaus nicht
        

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