Bauhaus-Universität Weimar

Zur Theorie des Bewusstseinsumfanges und seiner Messung. ßg p 
mit weitaus »übermerklicher« Deutlichkeit erkennbar, so¬ 
bald diese Stelle im Voraus bekannt war und willkürlich oder 
infolge der Wissentlichkeit auch nur unwillkürlich besonders beachtet 
wurde. Es müssten sich also unter diesen Versuchsbedingungen ganz 
sicher entsprechende Präcisionswerthe nach Kap. 4 gewinnen lassen. 
5) Die zweite Hauptreihe (einmalige tachistoskopische 
Exposition des Urcomplexes). — Versuchsanordnung. Mit 
der oben bereits ausführlich beschriebenen einfacheren Variationsvor¬ 
richtung C(Eig. 1) mitHandbetrieb, wurde nun in einer anderen Versuchs¬ 
gruppe auch der Erfolg eines nur einmal exponirten Urcomplexes 
untersucht, und zwar sowohl zunächst mit der alten Methode der 
einfachen directen Wiedergabe nach einer Exposition, als 
auch mit der Vergleichsmethode, natürlich unter discontinuirlicher Dar¬ 
bietung der Objecte. Die Zahl der Einzelversuche beläuft sich auch 
hier erst auf ca. 200, vertheilt sich aber nur auf Darbietung von 
5 Figuren für die unmittelbare Wiedergabe und von 5 und 
3 Figuren für die Vergleichsmethode. Sämmtliche oben ge¬ 
nannte Herren waren hierbei auch Versuchsperson. Wenn ich selbst 
beobachtete, bediente meistens Herr Geiger den Apparat und be¬ 
sorgte vor allem auch die Auswahl der Urcomplexe und der Variationen 
nach den bereits angegebenen allgemeinsten Gesichtspunkten. Wie 
schon gesagt, ist ja hier der fortwährende Wechsel des Ur¬ 
complexes, der womöglich keinen einzigen Versuch ebenso 
wiederholt, die Hauptvoraussetzung. Da sich aber die Zahl 
der möglichen Variationen ebenfalls in entsprechender Proportion 
steigert, so ist hier die Verwendung einer Universalcombinations- 
scheibe sehr am Platze. Fig. 6 zeigt eine solche Scheibe, die für 
11 in Kreuzform angeordnete Figuren von ganz der nämlichen Größe 
eingerichtet ist, wie sie in dem Complex der vorhin beschriebenen 
Gruppe vorkamen, und wie man sich dieselbe, abgesehen von den ge¬ 
druckten Figuren, leicht selbst anfertigen kann. Die Ziffern 1—11 
bezeichnen die Stelle, an denen die Figuren auf der Scheibe zu sehen 
sind. An jedér dieser Stellen können 17 verschiedene Figuren zu 
stehen kommen, wie sie (nach Fig. 5) auf einzelnen 7 mm breiten 
Streifen, aus kräftigem, doch biegsamen weißem sog. »Notenpapier« 
der Reihe nach in Abständen von 5 mm aufgedruckt sind. Diese
        

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