Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einleitung in die allgemeine Theorie der Mannigfaltigkeiten von Bewusstseinsinhalten
Person:
Lipps, Gottlieb Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4480/35/
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Gotti. Friedr. Lipps. 
Denkt man sich nämlich unter den Mannigfaltigkeiten , M 
zunächst die n, aus je einem der Elemente a_, b„, c ■ .. 
gebildeten Reihen M[ax], M[by\, M[cz\ • • - , so zerfällt bei unbedingter 
Combinirharkeit der Bewusstseinsinhalte [ax], [6y], [cz] ... die resul- 
tirende Mannigfaltigkeit 
M\ax, by, cz • • •] 
in die n Reihen 
M[ax), M\by], M[cz] • ■ • 
und es ist zugleich 
\ axi by, cz ■ • •] = {[ax], \by\, JcJ • • •]. 
Die unbedingte Combinirharkeit ist aber gleichbedeutend mit un¬ 
beschränkter Yeränderlichkeit der Intensitätsgrade x, y,x ■ • • zwischen 
der unteren Grenze 0 und der jeder Variablen zugehörenden oberen 
Grenze. Die Mannigfaltigkeit M[ax, by, cz ■ • •] zerfällt da¬ 
her hei unbeschränkter Veränderlichkeit der Intensitäts¬ 
grade x, y, x • ■ ■ in die unabhängig und beziehungslos neben 
einander stehenden Reihen M[ax], M[by], M[cz] ■ . . 
Demnach müssen die Intensitätsgrade der Elemente einer nicht 
zerfallenden Mannigfaltigkeit nothwendig in ihrer Veränderlichkeit 
Beschränkungen unterworfen sein. Durch solche Beschränkungen 
wird indessen nur das Zerfallen in einzelne Reihen nicht das Zer¬ 
fallen überhaupt unter allen Umständen verhindert. 
Um dies klarzustellen mögen die n Elemente ax, by, cz ■ ■ ■ in 
Gruppen getheilt und die Intensitätswerthe jeder Gruppe als bedingt 
veränderlich vorausgesetzt werden. Denkt man sich alsdann unter 
MK, Mit M3 ■ • • die aus den einzelnen Gruppen mit Rücksicht auf 
die vorausgesetzten Bedingungen gebildeten Mannigfaltigkeiten, und 
erweisen sich die Bewusstseinsinhalte dieser Mannigfaltigkeiten als 
unbedingt combinirbar, so zerfällt nach dem obigen Grundsätze die 
aus den Combinationen sich ergebende Mannigfaltigkeit 
M\aX} by, cz • • •] 
in die Mannigfaltigkeiten 
Mt, Mt, M3.... 
Die Bewusstseinsinhalte der Mannigfaltigkeiten M„ Mt, M3 ■ • • sind 
jedoch nur dann unbedingt combinirbar, wenn jedes System von 
Intensitätswerthen der einen Elementengruppe neben jedem Systeme
        

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