Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Fechner-Helmholtz‘sche Satz über negative Nachbilder und seine Analogien
Person:
Wirth, Wilhelm
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4475/98/
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Wilhelm Wirth. 
von Fixation wurde die Helligkeit des Grau, welche derjenigen des 
Grün (mit 2 • 60° Grün) gleich erschien, als 2 • 19,6° Weiß ermittelt. 
Die mittlere Variation war verhältnissmäßig gering und betrug 2,96°, 
ein Beweis für die Bestimmtheit des Helligkeitseindruckes, welchen 
das Grün hervorrief, das trotz seiner Dämpfung durch den Episkotister 
noch sehr gut gesättigt erschien. 
4. Ein Grau von dieser Helligkeit wurde nun an der Stelle jenes 
Grün neben dem Weiß (von einem Drittel der Gesamthelligkeit) 
ebenfalls 15 Secunden lang fixirt, worauf die Nachbildwirkung auf 
den nämlichen reagirenden Helligkeitsstufen wie vorhin heim farbigen 
Nachbild gemessen wurde. Zu diesem Zwecke war nur die beweg¬ 
liche Gelatinescheibe mit den grünen Bingsectoren durch eine 
solche mit undurchsichtigen Bingsectoren von je 19,6° an der näm¬ 
lichen Stelle ersetzt worden. Die feste Scheibe trug für die 
Messung auf den vier unteren Helligkeitsstufen wieder zwei durch¬ 
sichtige Sextanten, für die oberste Helligkeitsstufe zwei durchsichtige 
Quadranten. Auch die Doppelsectoren wurden für die entsprechenden 
Helligkeitsstufen in analoger Weise aufgesetzt wie bei der Messung 
des farbigen Nachbildes. Fig. 9 a der Tafel zeigt die Ausgangslage 
der einfachen beweglichen Scheibe für die Einstellung auf der Aus¬ 
gangshelligkeit der ursprünglichen weißen Hälfte selbst, d. h. also 
für die vierte Stufe von unten her. In Fig. 9 b ist der Doppelsector 
von 30° aufgesetzt, der nach Entstehung des Nachbildes durch die 
Verdrehung in Bichtung des Pfeiles die Messung auf der zweit¬ 
untersten Helligkeitsstufe ermöglicht. Endlich sieht man wieder in 
Fig. 9 c die Combination mit einem Doppelsector von mindestens 30°, 
welche nothwendig ist, um die Messung auf einer höheren Helligkeits¬ 
stufe als der Ausgangshelligkeit ausführen zu können. Die außen 
angesetzten Kreisbögen, welche jederzeit in der Darstellung die Stellung 
der undurchsichtigen Sectoren der festen Scheibe angeben, zeigen 
hier die Quadranteneintheilung, von welcher zunächst in Folge einer 
entsprechenden Befestigung der Doppelsectoren der beweglichen 
Scheibe wieder nur je 60° zur Geltung kommen. Die Verdrehung in 
Bichtung des Pfeiles lässt dann wieder eine Gleichheitseinstellung zu, 
bei der die reagirende Helligkeit der ursprünglichen Fläche um die 
Hälfte gestiegen ist. 
Die Besultate dieser Versuche, die im Anschluss an die eigene
        

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