Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Fechner-Helmholtz‘sche Satz über negative Nachbilder und seine Analogien
Person:
Wirth, Wilhelm
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4475/96/
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Wilhelm Wirth. 
benen einfachen Einstellung zugleich reagirende Helligkeit war. (Diese 
Ausgangshelligkeit selbst steht dabei mit 2 • 60° Weiß + 2 • 120° 8 
erst in der vierten Yerticalreihe.) Die zweite Horizontalreihe bringt 
die objectiven Werthe.der ursprünglich grünen Fläche, welche diesên 
Heizen der ersten Horizontalreihe subjectiv gleich erschienen, mit 
Angabe ihrer mittleren Variationen. Sie sind den bisherigen Dar¬ 
legungen entsprechend mit Weiß -j- Grün + Schwarz angegeben, 
wobei der Schwarzwerth demjenigen der ersten Horizontalreihe natür¬ 
lich gleich ist. Die dritte Horizontalreihe enthält dann das Maß der 
Nachbildwirkung in den verschiedenen Stufen zunächst in Graden 
von Grün ausgedrückt. Die Werthe der vierten Horizontalreihe kommen 
erst später zur Besprechung. 
Man kann schon hieraus ganz allgemein ersehen, ob der Hellig¬ 
keitswerth des Nachbildes den reagirenden Beizhöhen proportional 
geht. Hierzu ist ja gar nicht erforderlich, dass man den absoluten 
Helligkeitswerth der grünen Gelatine selbst kennt. Die Bogenlänge 
des grünen Bingsectors in der dritten Horizontalreihe muss ja der 
absoluten Helligkeitsdifferenz der Einstellung proportional gehen. Bei 
dieser Betrachtung findet man nun, dass in der That eine sehr 
gute Uebereinstimmung mit dem F.-H.’sehen Satze vor¬ 
handen ist. In der beigefügten Curve IYa, in welcher die Or- 
dinaten als Maß der Nachbildwirkung eine Verdoppelung der ab¬ 
soluten Helligkeitswertlie dieser Einstellungsdifferenzen darstellen, 
tritt diese Proportionalität am deutlichsten in einer sehr großen An¬ 
näherung an die gerade Linie hervor, die, beiläufig bemerkt, erst nach 
Abschluss der Versuche selbst festgestellt worden ist. 
3. Nun fragt es sich aber, ob sich das Nachbild einer farbigen 
Helligkeitsdifferenz auch hinsichtlich seines absoluten Werthes 
ebenso verhält, wie ein Nachbild, das durch die Fixation einer 
Differenz entsprechender farbloser Helligkeiten entstanden ist. 
Erst durch Auffindung einer solchen Uebereinstimmung wäre die all¬ 
gemeinere Begel für diejenigen Thatsachen gegeben, die bereits 
Martius zum Ausgangspunkt für seine Methode zur Bestimmung 
der Helligkeit der Farbe genommen hat. Natürlich durfte ich hier¬ 
bei zur Feststellung der entsprechenden farblosen Helligkeit nicht 
schon zu einer solchen Nachbildmethode greifen, welche die absolute 
Helligkeit der Farben danach bemisst, ob dieselben ein aufhellendes
        

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