Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Verhältnis der ebenmerklichen zu den übermerklichen Unterschieden bei Licht- und Schallintensitäten
Person:
Ament, Wilhelm
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4473/25/
Ueber das Verhältniss der ebenmerklichen zu den übermerklichen Unterschieden etc. 159 
liehen Anordnung die mittlere Stelle angewiesen erhielt, herausgesucht. 
Auch hier wurde durch Auswechslung der beiden Normalreize der 
Fehler der Raumlage eliminirt. 
Wie die Methode der ehenmerkhehen Unterschiede unterscheidet 
sich auch die der übermerklichen von der durch Wundt1) als Me¬ 
thode der mittleren Abstufungen bezeichnete. Während wir 
die Mitte zwischen beiden Grenzreizen frei wählen ließen, findet sie 
Wundt durch stufenweises Auf- und Absteigen zwischen beiden und 
Bestimmung des arithmetischen Mittels aus den erhaltenen Werthen. 
Aus den nämlichen Gründen wie oben bedeutet aber auch diese Ab¬ 
kürzung keine Beeinträchtigung unserer Versuchsergebnisse. 
Der Grund, weshalb wir bei unserem Versuchszweck eine solche 
Abkürzung des Verfahrens in beiden Fällen anstreben mussten, be¬ 
steht darin, dass die bei Tageslicht durchgeführten Experimente mög¬ 
lichst unabhängig von den Schwankungen der Beleuchtungsintensität 
erhalten werden sollten. Es empfahl sich daher, in einer und der¬ 
selben Versuchsstunde nicht nur die Bestimmung der ebenmerklichen 
Differenzen, sondern auch die auf dieser Grundlage sich erhebende 
Vergleichung von übermerklichen Unterschieden zu erledigen. Als 
einen nicht zu unterschätzenden Vortheil unseres Verfahrens der Be¬ 
stimmung von Rm glauben wir auch noch den Umstand hervorheben 
zu dürfen, dass die Wahl des mittleren Reizes völlig unwissentlich 
vor sich ging und bei der größeren Zahl der zur Verfügung ge¬ 
stellten Objecte größere Mühe und Aufmerksamkeit erforderte. Im 
übrigen spricht wohl die geringe mittlere Variation der aus den 
einzelnen Versuchsreihen berechneten Mittelwerthe für die Brauch¬ 
barkeit unserer Modification der bekannten Methoden. 
Als Versuchspersonen beobachteten Herr Prof. Dr. Külpe (K.), 
Herr Privatdoc. Dr. Marbe (M.) und ich (A.). 
b. Ergebnisse. 
Um das Verhältniss beider Methoden zu untersuchen, mussten 
die Versuchspersonen zunächst einmal auf weißer und einmal auf 
schwarzer Grundlage nach der Methode der ebenmerklichen 
Unterschiede aus der Scala No. 1—49 eine Reihe ebenmerklicher 
1) A. a. O. S. 337, 344 f.
        

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