Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Reactionszeiten bei Durchgangsbeobachtungen
Person:
Alechsieff, Nicolaus
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4470/42/
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Nicolaus Alechsieff. 
Resultate solcher Beobachter von den Resultaten der anderen Ver¬ 
suchspersonen stark ab. So bei dem Beobachter S. Bei einer Vor¬ 
bereitungszeit von Is zeigt er Uebereinstimmung mit den Reactions- 
zeiten der anderen Beobachter (siehe die oben angegebene Ziffern¬ 
tabelle) ; wurde die Vorbereitungszeit vergrößert, so zeigten sich sogleich 
deutlich die Schwankungen. So sind bei einer Vorbereitungszeit von 
1,48 seine Reactionszeiten verkürzt, bei einer Vorbereitungszeit von 
28 genau dieselben wie bei Is. Er klagte zugleich über starke Un¬ 
lustgefühle. 
Bei Verkleinerung der Vorbereitungszeit trat ■ die Neigung zur 
Verkürzung der Reactionszeit deutlich hervor. Bei einer Vorberei¬ 
tungszeit von Is liegt die zweite Spitze bei 180°’, während sie sich 
bei einer Vorbereitungszeit von 1,48 bis zu 2200 verschob. Diese 
Verkürzung der Reactionszeiten kann aber nur bis zu einer gewissen 
Grenze gesteigert werden. Wird die Geschwindigkeit der Bewegung 
des Sinneseindrucks so groß, dass man nicht genügend Zeit hat, um 
die Aufmerksamkeit auf den Eindruck zu richten, was die Undeut¬ 
lichkeit der Auffassung des Durchgangs zur Eolge hat, dann zeigen 
die Curven der Reactionszeiten entweder eine Verlängerung, oder eine 
Unsicherheit in ihrer Eesthaltung, was sich in der größeren Breite 
und der geringeren Tendenz zu Spitzenbildung (Eig. 14, A) äußert. 
Sogar die Curve des Beobachters S, der bei einer Vorbereitungszeit 
von %8 am besten von allen Beobachtern reagirte, weist diese charak¬ 
teristische Breite auf. 
Demnach sind die Durchgangsbeobachtungen dann am leichtesten 
ausführbar, wenn die Zeit zwischen dem Eintritt des Sinneseindrucks 
in den Gesichtskreis des Beobachters und dem Durchgänge selbst, 
die Zeit also, welche für die Vorbereitung der Reaction dient, sich 
in den Grenzen von Is—1,58 bewegt. Da die Resultate meiner Be¬ 
obachter bei einer Vorbereitungszeit von 18 am besten überein¬ 
stimmten, wählte ich diese Geschwindigkeit bei allen andern Ver¬ 
suchen, bei denen die beste Vorbereitungszeit gefordert wurde. 
Variation des Gesichtsfeldes. 
Bei der Variation der Geschwindigkeit der Bewegung des Sinnes¬ 
eindrucks wurde die Größe des Gesichtsfeldes des Beobachters, das
        

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