Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über das Gedächtniss für räumliche Distanzen des Gesichtssinnes
Person:
Radoslawow, Zwetan H. D.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4279/119/
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Z. Radoslawow-Hadji-Dcnkow. 
Versuchstages wurden, da sie von der noch fehlenden relativen Uehung 
und nöthigen Sammlung beeinflusst sein konnten, nicht in Rücksicht 
genommen. 
Die Zahlen der folgenden Tabellen stellen das arithmetische 
Mittel aus allen für eine bestimmte Zwischenzeit gesammelten Auf¬ 
zeichnungen (getrennt für jede der beiden Schwellen) dar. 
In Tabelle XXIV sind die Merkzeiten aus den Aufzeichnungen 
während aller drei Serien der mit Franz gemachten Versuche zu¬ 
sammengestellt. Bei Tyszko (Tabelle XXV) kommen ebenfalls die 
Eesultate beider Versuchsfolgen zusammen zur Darstellung. 
Hier steht die Curve bei den größten Zwischenzeiten wegen des 
Umstandes, dass die Versuche der größeren Versuchsfolge mit diesen 
Zeitintervallen begannen, höher, als zu erwarten wäre; wie überhaupt 
hier, bei den Merkzeiten, die Abweichungen vom als normal ange¬ 
nommenen Verlauf, wie die Unebenheiten und namentlich die größeren 
Schwankungen zum größten Theil denselben Bedingungen zuzu¬ 
schreiben sind, wie bei der Gedäclitnissschwelle. Es ist daher auch 
in dieser Beziehung sicher zu erwarten, dass hei einer größeren An¬ 
zahl von Aufzeichnungen die kleineren Schwankungen, sowie die 
Unterschiede zwischen den beiden Verläufen sich vollständig aus- 
gleichen würden. 
Aus den angeführten Resultaten geht nun, wie oben angedeutet, 
ganz sicher hervor, dass die Dauer der Merkzeit nicht nur sich mit 
der Zwischenzeit verändert, sondern dass dies in einem dem Verlauf 
der Gedäclitnissschwelle entsprechenden, wahrscheinlich logarithmischen 
Verhältnisse geschieht (vergleiche Tafel II). Wir können daher wohl 
diese Abhängigkeit der Merkzeiten von den Zwischenzeiten durch 
dieselbe Formel ausdrücken, welche wir für die durch die Zeit be¬ 
dingten Veränderungen der Gedäclitnissschwelle selbst auf gestellt 
haben (S. 341). 
Ich habe nach dieser Formel 
mit zwei aus dem gegebenen Merkzeitenverlauf der oberen Schwelle 
hei Franz berechneten Constanten k = 0,732 und c = 1,622 einen 
idealen Verlauf berechnet und stelle die Zahlen desselben mit den¬ 
jenigen des gegebenen Verlaufs in Tabelle XXVI zusammen.
        

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