Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber das Purkinje'sche Phänomen im Centrum der Netzhaut
Person:
Shermann, Frederic David
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4263/25/
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Frederic David Sherman. 
den Spalt zeitweise bedeckte. Die Oeffmmg des Lampenrohres be¬ 
fand sich in 10 cm Entfernung von dem äußeren Spalt; dies machte 
es möglich, den Rotationsapparat zwischen beide zu stellen. 
Eine größere Lichtstärke wurde für wünschenswerth erachtet, 
um sich zu versichern, dass die Earben gleich hell gesehen werden 
konnten; und so wurde die quadratische Oeffnung des Cartons in 
dem Deckel des Lampenrohres bis auf 20 mm Seite geöffnet. Nach 
verschiedenen Versuchen wurden jedoch Resultate erhalten, welche 
befürchten ließen, dass die Intensität zu groß war, so dass sie viel¬ 
leicht die Adaptation zerstörte. Daher wurde diese Lichtstärke, im 
Folgenden »Helligkeit/« genannt, zwar nicht bei allen Reihen ange¬ 
wandt, aber in genügender Anzahl, um Beweise ihrer Wirkung zu 
liefern. Statt dieser Lichtintensität (»Helligkeit/«) wurde dann in den 
anderen Reihen eine geringere Intensität hergestellt: durch Hinzu¬ 
fügung eines zweiten Londoner Rauchglases Nr. 4. Die Lichtstärke 
ist in den folgenden Tabellen als »Helligkeit a« bezeichnet; sie 
war, obwohl dunkler als »Helligkeit /«, um einen geringen Grad 
stärker als in den zwei früheren Versuchsreihen (Tabelle I und II). 
Die Lampe wurde nicht bewegt, deshalb kam das Licht sowohl für 
indirectes wie für directes Sehen durch den centralen Spalt, d. h. in 
der Gesichtslinie zwischen dem Beobachter und der Lampe.. 
Zwei Oeffnungen dieses Spaltes wurden angewandt, eine, wie 
vorher, von 10 mm Seite und die andere von 5 mm Seite (oder einem 
Gesichtswinkel für directes Sehen von 32' 48" entsprechend). Diese 
letztere Oeffnung gab ein Bild auf der Netzhaut, das weniger groß 
als die Fovea war, wenn wir nach Helmholtz1) für deren Größe 
im Gesichtsfeld einen Gesichtswinkel von 40 bis 50 Minuten annehmen. 
Die Oeffnung von 10 mm Seite gibt ein Bild, welches überwiegend 
aufs Zapfengebiet fällt (s. S. 441) und gestattet das Vergleichen 
mit den früheren Versuchen, auch beseitigt sie den Einwand, dass 
die Oeffnung von 5 mm Seite beim indirecten Sehen zu klein sei, um 
die Farben richtig zu beurtheilen. 
Für die Anordnung bei Helladaptation brauche ich nur zu be¬ 
merken, dass das Vorzimmer hell gemacht wurde, die Beobachtungen 
an Tagen, wo der Himmel leicht mit grauen Wolken bedeckt war, 
1) Helmholtz, Handbuch der physiol. Optik, II. Aufl., S. 567.
        

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