Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Bedeutung der Convergenz- und Accommodationsbewegungen für die Tiefenwahrnehmung
Person:
Arrer, Maximilian
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4255/25/
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Maximilian Arrer. 
gemacht worden sind1 2), in Betracht ziehen, nämlich die von Wülfing 
gefundenen, deren Minimalwerth 10 bis 12 Winkelsecunden beträgt 2) 
so wäre es noch immer unzulässig zu meinen, es hätte die scheinbare 
Dicke des Fadens bei diesen Versuchen eine Rolle gespielt. 
Die Tabellen der übrigen Beobachter weisen durchgehends eine 
feinere Unterschiedsempfindlichkeit für das Erkennen von Tiefen¬ 
unterschieden auf, die Differenzen der Gesichtswinkel sind dann noch 
geringere. In den folgenden drei Tabellen sind die Unterscheidungs¬ 
grenzen für alle Distanzen je zweimal verzeichnet, entsprechend der 
doppelten Prüfung derselben; die mit I. V. überschriebenen Rubriken 
enthalten die Resultate der ersten Versuchsreihe, die mit II. V. die 
der zweiten. 
Beobachter: Herr Prof. Külpe. Rechtes Auge. 
D 
I. 
V. 
II. 
V. 
Sa 
Se 
Sa 
Se 
cm 
cm 
cm 
cm 
cm 
40 
i 
1,5 
i 
1,5 
60 
2,5 
2,5 
2 
2 
80 
3 
3 
2,75 
3 
100 
4 
4 
3,5 
4 
125 
4 
5 
4 
4,5 
150 
4 
5 
4 
5 
180 
4,5 
6 
4,5 
5,5 
200 
10 
9 
6 
6 
250 
12 
15 
9 
10 
Die Aussagen über das subjective Verhalten des Beobachters, sofern 
sie sich bloß auf das monoculare Erkennen von Tiefenunterschieden 
beziehen, sind spärlich: Reagent achtete nach oftmals wiederholter 
eigener Bemerkung sehr auf die Deutlichkeit und Stärke des Fadens, 
fühlte sich aber dabei stets unsicher, diese Unsicherheit wurde eine 
um so größere, je länger er mit dem Urtheil zögerte. Dasselbe gilt 
auch für die folgenden zwei Beobachter. 
1) Hillebrand, a. a. O. S. 116 f. 
2) E. A. Wülfing, Ueber den kleinsten Gesichtswinkel. Zeitsch. f. Biologie. 
XXIX. Neue Folge XI. S. 199 ff.
        

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