Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur experimentellen Aesthetik einfacher räumlicher Formverhältnisse, Schluss
Person:
Witmer, Lightner
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4230/37/
Zur experimentellen Aesthetik einfacher räumlicher Formverhältnisse. 245 
Tabelle XXIV. 
Reihe 50, 51 u. 52. Gesammtresultat von 9 Versuchspersonen mit 
3 Reihen. Verticale Lage der getheilten Linie oder Strecke; kleinste 
Theile nach oben. 
Zahl 
der Ein- 
theilungen 
Verschiedene Eintheilungssysteme in der absteigenden Reihenfolge ihrer 
Bevorzugung. Gleiche Grade der letzteren in () 
2 
3:5, JO, 1:2), 2:3, 1:1 
3 
(2:3:5, ©), 1:2:3, 1:2:4, 1:1:1 
4 
©, (l ■ 1 • 3 • 5)’ 1:2: 3:4, 1 : 2 : 4 : 8, 1 : 1 : 1 : 1 
5 
O, 1: 2:3:4..., 1: 2 : 3 : 5 . . ., (1 : 2 : 4 : 8 . . ., 1 : 1 : 1 : 1 . . .) 
6 
O, 1 : 2 : 3 : 4 . . ., 1:1:1:!..., 1 : 2 : 3 : 5 . . ., 1:2: 4: 8... 
7 
1:2: 3: 4..., (©, 1:1:1:!...), 1 : 2 : 3 : 5 . . ., 1:2: 4:8... 
8 
(1: 2: 3:4. . 1 : 1 : 1 : 1 . ..) © 
9 
(1:1:1:!..., 1 : 2 : 3 : 4 . ..) © 
fälligsten der Eintheilungen. War die Anzahl der Theile größer als 
sechs, so erschienen die arithmetische Progression sowie die symme¬ 
trische Eintheilung angenehmer als die Gliederung nach dem Princip 
des Q. Dieses beruht wahrscheinlich darauf, dass bei einer Fortsetz¬ 
ung der ©-Progression in absteigender Folge die Theilpunkte einander 
schließlich so nahe rückten, dass den immer kleiner werdenden 
Zwischenintervallen im Verhältniss zur constant bleibenden Dicke 
der Punkte eine sehr missfällige absolute Größe zukommt. 
Ich muss hier noch erwähnen, dass die Figuren genau den 
mathematischen Verhältnissen entsprechen ohne Rücksicht auf die 
optische Täuschung; infolge dessen erschien die symmetrische 
Theilung als ungenau, und daraus erklärt sich vielleicht ihre ge¬ 
ringe Anzahl von Bevorzugungen. Ich möchte ferner darauf auf¬ 
merksam machen — was zur Erklärung der Wohlgefälligkeit des Q 
von Bedeutung ist —, dass bei der Q-Progression jeder Theil der 
Summe der beiden vorangehenden Theile gleich ist. 
Reihe 53. Aus Reihe 48 und 49 erfahren wir, dass hei hori¬ 
zontaler Lage der Linie eine symmetrische Anordnung von gleichen 
oder proportionalen Theilen bevorzugt wurde, dass dagegen bei 
verticaler Lage die Q-Progression angenehmer erschien; es ist
        

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