Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur experimentellen Aesthetik einfacher räumlicher Formverhältnisse, Schluss
Person:
Witmer, Lightner
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4230/19/
Zur experimentellen Aesthetik einfacher räumlicher Formverhältnisse. 227 
ihr Urtheil auf die Wohlgefälligkeit der Richtung einer Linie, die 
sie in der Phantasie zwischen den Enden des Majors und der un- 
getheilten Linie zogen. 
Reihe 17. Getheilte Linie 50mm; ungetheilte 10 mm ; 25 Fi¬ 
guren; Intervall 2 mm; Stellung A und A'. Ausgeschlossen: Ver¬ 
suchsperson F 40,0 A und A', G 39,0 A und A', H 41,0 A und 
A'. H wählte eine mittlere Proportionale zwischen dem Major und 
Minor, F und G wie in Reihe 16. 
Reihe 18. Getheilte Linie 50 mm; ungetheilte 25 mm; 19 Fi¬ 
guren; Intervall 2 mm; Stellung A und A'. Ausgeschlossen: Ver¬ 
suchsperson F 35,0. A und A' wie ohen. 
Reihe 19. Getheilte Linie 50 mm ; die ungetheilte Linie bildet 
immer die mittlere Proportionale zwischen den beiden Theilen er- 
sterer. 23 Figuren; Intervall 2 mm. Stellung A und A'. 
Zu dieser Reihe wurde ich veranlasst durch die Aussage einer 
Versuchsperson, dass sie bei Reihe 17 immer diejenigen Figuren 
bevorzugt habe, bei denen die ungetheilte Linie die mittlere Pro¬ 
portionale zwischen den beiden Theilen der andern Linie bildet. 
Die Figuren dieser Reihe gefielen aber nicht besonders, nicht ein¬ 
mal der erwähnten Versuchsperson, und von den meisten wurden 
sie sogar als die ästhetisch minderwerthigste unter den vier Reihen 
dieser Serie bezeichnet. Das Resultat dieser Reihe stimmt im 
ganzen mit den frühem überein und es scheint also auch hier das 
Verhältniss der beiden Linientheile zu einander allein maßgebend ge¬ 
wesen zu sein. Es waren vom Resultate dieser Reihe ausgeschlossen 
die Resultate dieser Versuchsperson H 37 A und A', sowie auch 
F 38 A und A'. 
Wenn hei constanter Stellung der ungetheilten Linie zu der 
getheilten die Länge der ersteren sich ändert, so ist das Resultat 
ein ganz anderes. Hier fesselt die länger werdende Linie und ihr 
Verhältniss zur getheilten oder zu deren Theilen die Aufmerksamkeit. 
Theilt die variable Linie die andere genau in gleiche Theile, so 
können folgende Verhältnisse zur Geltung kommen:
        

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