Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Abhängigkeit zwischen Reiz und Empfindung, Vierte Abtheilung, Schluss
Person:
Merkel, Julius
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4220/9/
Die Abhängigkeit zwischen Reiz und Empfindung. 
515 
-p2 = V. Das Verhältniss 2, das hier nur einmal vorkommt und 
"’W 
einen größeren Werth als das arithmetische Mittel ergab, ist weg¬ 
gelassen worden. 
Tabelle XXVII. 
V 
4 
8 
16 
32 
64 
59,6 
93,6 
157,7 
293,8 
472,3 
6 
0,96 
0,64 
0,57 
0,57 
0,51 
Diese Werthe verhalten sich ganz analog den Werthen aus dem 
Gebiete des Schallmaßes, sie sind nur im Vergleich mit den Werthen 
für die ähnlichen Verhältnisse V etwas geringer. Ich glaube sicher, 
dass sich auch hier die Abnahme durch die Einwirkung des Contrastes 
erklärt, denn die Versuche für beide Zeitlagen lieferten wesentlich 
verschiedene Werthe. Ich habe damals die Contrastwirkung in ’an¬ 
genäherter Weise zu bestimmen gesucht und gefunden, dass die 
Größe direct abhängig ist von der Größe des Unterschiedes der 
contrastirenden Empfindungen und indirect von der absoluten Größe 
der Empfindungen, die durch den Contrast gehoben oder herab¬ 
gedrückt werden1). Bei sehr großen Verhältnissen machte sich 
entschieden eine theilweise Beurtheilung nach Verhältnissen geltend. 
Der Mittelwerth der obigen e ist: 0,65 (für die Verhältnisse V= 5 
bis 50 beim Schall 0,80). Bei den Versuchen der folgenden Ta¬ 
belle war der constante Reiz Ru = 0,5. Für das benachbarte Reiz¬ 
gebiet galt das Weber’sche Gesetz nicht, daher erklären sich die 
geringeren Werthe von e für die kleinen Verhältnisse der Grenz¬ 
reize zum größten Theil; für die größeren Verhältnisse, für die 
bereits Rm im Gebiet des Weber’schen Gesetzes liegt, ist die obige 
Ursache von verschwindendem Einfluss. Bei diesen größeren Ver¬ 
hältnissen erreichte die Contrastwirkung einen hohen Werth, und 
daher zeigen die e eine weitere nicht unerhebliche Abnahme. Zu 
Grunde liegen die Versuche der Tabellen IX, X, XI und XIII. 
(Phil. Stud. IV, S. 567 und 568.) 
1) Phil. Stud. IV, S. 587.
        

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