Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimentalphysiologie des Nervensystems
Person:
Eckhard, Conrad
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit42/69/
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nach beiden Seiten hin allmählich zunimmt und dass diese Spannungen 
bei gleicher electromotorischer Kraft um so grösser ausfallen, je grösser 
die Widerstände der Kette sind. Wir müssen uns daher auf einem 
jeden Punkte der zahllosen Strömungscurven Electricität von einer Span¬ 
nung denken, wie sie der Länge des Stromweges und der Entfernung 
von dem electromotorischen Berührungspunkt entspricht. Verbinden wir 
dann in Gedanken auf allen Strömungscurven jedesmal die Punkte glei¬ 
cher Spannung, so erhalten wir eine Reihe von Curven, wie z. B. die 
von der Ecke s ausgehenden und bei dem Punkte s' eintretènden, welche 
die Strömungscurven im Allgemeinen rechtwinklich schneiden ; man nennt 
sie isoelectrische Curven. Sie 
sind besonders in beistehender 
Figur, in welcher A die Zink-, 
D die Kupferzone bedeutet, 
dargestellt. Man sieht nun, 
dass man von einer solchen Vor¬ 
richtung dieselben Ströme, wie 
von einem Nerven und Muskel 
ableiten kann, wie dies in der 
That auch von du Bois- 
Reymondan einem besonders 
zu diesem Zwecke construirten 
Apparate geschehen ist. Bei 
Anlegung des leitenden, den 
Multiplicator enthaltenden Bo¬ 
gens, wie in der Stellung B, 
wird ein Strom von der Zink¬ 
fläche (Längsschnitt) durch den 
Bogen zur Kupferfläche (Querschnitt) gehen ; denn welche besondere 
Lage man auch den Fusspunkten des Bogens in dieser Stellung 
anweisen mag, immerhin verbinden sie Punkte entgegengesetzter Span¬ 
nung, und es muss daher ein Strom in der angegebenen Richtung 
zu Stande kommen. Bei der Stellung C des Bogens muss eben wohl 
ein Strom entstehen und zwar von dem dem mittleren Querschnitte des 
Cylinders näher gelegenen Punkte durch den Bogen zu dem jenem 
ferner liegenden. Zwar sind nicht zwei Punkte, welche der Art nach 
verschiedene Electricitäten tragen, aber doch immerhin solche von ver¬ 
schiedener und zwar solcher Spannung in Verbindung gesetzt, dass der 
dem mittleren Querschnitt nähere Fusspunkt des Bogens auf einem 
Punkte stärkerer Spannung ruht, als der demselben fernere und somit 
die Ausgleichung in der bezeichneten Weise vor sich gehen muss. Man
        

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