Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimentalphysiologie des Nervensystems
Person:
Eckhard, Conrad
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit42/44/
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Kupferstreifen der negative Pol. 
Zmkkupfereoinbination und in die Kupfervitriollösung eine Kupferplatte D. 
Nicht geschlossen ist S ihr positiver, S' ihr negativer Pol. Das Resultat 
sämmtlicher in dieser Vorrichtung 
vorkommender electromotorischer 
Berührungsstellen ist, wie man 
aus mancherlei Beobachtungen 
weiss* dass die positive Electricität 
ihren Weg vom Zink durch die 
Zinkvitriol -, die Kupfervitriol¬ 
lösung zu dem einzelnen Kupfer¬ 
streifen , dem Schliessungsbogen 
zum Zink zurück nimmt. In¬ 
nerhalb des Elementes ist also 
das Zink der positive, der in 
der Kupfervitriollösung befindliche 
An letzterem scheidet sich daher 
metallisches Kupfer aus und andrerseits löst die am Zink ausgeschiedene 
Schwefelsäure einen Theil desselben unter Bildung von löslichem schwefel¬ 
saurem Zink auf. Von der Daniell’schen Kette hat Buff eine dem 
Physiologen zu empfehlende Abänderung gegeben *), welche der Mühe 
der öfteren Zusammensetzung und Auseinandernalime überhebt. 
Der Gedanke, die Polarisation dadurch fortzuschaffen, dass man die 
Electroden von demselben Metall nimmt, von welchem ein Salz zur Zer¬ 
setzung kommt, ist noch weiter verfolgt worden. Für gewisse Unter¬ 
suchungen nämlich, deren Bedeutung erst später klar werden wird, ist 
es nöthig, vollkommen wipolarisirbare Electroden anzuwenden, und es 
entsteht daher die Frage, wie weit quantitativ die Polarisation auf die 
angegebene Weise wegzuschaffen sei. Man hat nun nach einander 
Kupferelectroden in schwefelsaurer Kupferoxydlösung, Silberelectroden 
in Cyansilberkaliumlösung etc. untersucht. Alle erwiesen sich jedoch 
für die Zwecke des Physiologen unbrauchbar, indem bei ihnen immer 
noch ein gewisses Maass von Polarisation bestehen blieb. Es gelang 
jedoch endlich Regnauld **) und Matteucci ***) durch Anwendung 
von Zinkelectroden in einer Lösung von schwefelsaurem Zinkoxvd auch 
diesen Rest von Polarisation zu verdrängen. Noch genauer hat du Bois- 
Reymond ****) diese Combination untersucht und dabei folgende 
#) Annalen der Chemie und Pharmacie, von Liebig und Wohler, 
Bd. LXXXV, S. 4. 
**) Comptes rendus, 15. Mai 1854. tome XXXVIII, pag. 891. 
***) Comptes rendus, 28. Juillet 1856. tome XLIII. 
****) Monatsberichte der Berliner Academie, 30. Juni 1859.
        

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