Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Schätzung von Schallintensitäten nach der Methode der mittleren Abstufungen
Person:
Angell, Frank
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4184/26/
Untersuchungen über die Schätzung von Schallintensitäten etc. 
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Unterbrett zu verhindern, gelang aber nicht: die Energie der Fall- 
kugeln wurde durch die Platten der Eallunterlage und durch diese 
dem Fußboden mitgetheilt, wobei allerlei die Beurtheilung störende 
Einflüsse ins Spiel kamen. 
Es kam also darauf an, die Uebertragung der Schwingungen 
der Platten auf die Fallunterlage möglichst zu verhindern. Zu 
diesem Zwecke wurde nun das Unterbrett, welches zur Aufnahme 
der Platten diente, nicht in directer Berührung mit der Fallunter¬ 
lage angebracht, sondern lag auf Filzstreifen, und war mit dickem 
Flanell überzogen. Das Unterbrett war seitlich mit Filzstücken 
festgekeilt. Auf diesem so isolirten Unterbrett lagen die Platten 
unter einem Neigungswinkel von 8° gegen die Ebene des Fu߬ 
bodens. Unter jeder Platte war ein Bett, bestehend aus mehreren 
Schichten Flanell und Baumwolle angebracht, und jede Platte wurde 
gegen Verschiebung geschützt durch zwei Gummibänder, welche 
Unterbrett und Platte umspannten. Bei dieser Einrichtung war 
bei mäßigen Fallhöhen (10—80 cm) keine Spur vom Mitschwingen 
der Erschütterung an dem Unterbrett oder an der Unterlage wahr¬ 
zunehmen. Auf eine Berechnung der Fallenergie, welche sich in 
Schallluftschwingungen umsetzt, will ich nicht eingehen. Merkel 
hat bei einer Kugel, deren Gewicht p = 0,459 g, bei der Fallhöhe 
h = 10 cm den Rückprall h' = 5,5 cm ermittelt, und daraus 
i=p[h - h') = 0,45 . 4,5 
gefunden, woraus sich auf Grund der Formel i— cp h, wo c den 
geringen Theil der Fallenergie bedeutet, welche sich in Schall¬ 
bewegung umsetzt, 
ergibt, wobei c in Gramm-Centimetern angegeben ist. Aber so 
einfach, wie diese Berechnung voraussetzt, scheint sich mir die 
Sache keineswegs zu verhalten. Von der gesammten kinetischen 
Energie der Fallkugel geht wahrscheinlich nur ein kleiner Theil 
in Luftschwingungen über: außer der Umsetzung der Fallenergie 
in den Rückprall transformiren sich Theile in Deformation des Fall¬ 
brettes und der Fallkugeln, und in Bewegungen der Fallunterlage 
und des Fußbodens. Es ist gebräuchlich, bei derlei Experimenten
        

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