Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Experimentelle Prüfung der psychophysischen Methoden im Bereiche des Raumsinnes der Netzhaut
Person:
Higier, Heinrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4181/27/
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Heinrich Higier. 
Frage, inwiefern die Constanz der h auf die Anwendung des Gau߬ 
schen Gesetzes zurückschließen lässt, sondern inwiefern sie zur 
Gültigkeit des Web ersehen Gesetzes nothwendig sei. Selbst¬ 
verständlich ist sie nicht nothwendig und theoretisch hei verschiede¬ 
nen Hauptreizen auch gar nicht denkbar ; nur hei verschiedenen 
kleinen Abstufungen desselben Reizes müssen sie praktisch annähernd 
gleich groß ausfallen. 3) Betrachten wir endlich die denselben 
Reizverhältnissen — zugehörigen Präcisionsmaße h bei verschiedenen 
ct 
Distanzen, so fällt auf, dass sie mit der wachsenden Distanzgröße 
abnehmen. Ganz analoges gilt von den M ü 11 e r’sehen II und II,. 
Die zu erwartende Constanz der H und ihrer wahrscheinlichen 
Fehler ist nirgends strikt nachzuweisen. Es ist auch die Constanz 
der aH bei den verschiedenen Distanzen keine durchgehende. 
Kurz, es ist weder die für die strenge Gültigkeit des Weber’schen 
Gesetzes nothwendige Constanz der t — hD, noch die der T = aH 
— a,H, in den Tabellen zu finden. Uebersichtlicher wird es beim 
Vereinigen der einzelnen t und T zu Mittelwerthen, wie es die 
kurze Zusatztabelle XIII demonstrirt. 
Tabelle XIII. 
a 
50 
100 
150 
200 
+ £ 
0,4946 
0,4253 
0,4429 
0,2841 
— t 
1,0439 
0,9372 
0,7983 
0,8826 
t 
0,7692 
0,6812 
0,6206 
0,5533 
+ T 
21,67 
16,29 
18,25 
11,86 
— T 
52,33 
49,82 
40,27 
44,27 
T 
37,00 
33,12 
29,26 
28,07 
4) Was den mittleren wahrscheinlichen Fehler W, für die Auf¬ 
fassung der Fehldistanz betrifft, so wächst er mit der Reizstärke, 
wenn auch nicht proportional. Am meisten Constanz zeigt er eben 
dort, wo das aH mehr oder weniger constant ist. Aehnliches lässt 
sich im allgemeinen auch von den übrigen angeführten wahrschein-
        

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