Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Abhängigkeit zwischen Reiz und Empfindung, Dritte Abtheilung
Person:
Merkel, Julius
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4169/46/
544 
Julius Merkel. 
Hiernach würden 27 Werthe für die Formel von Stefanini, 
dagegen nur 9 für die von mir angewandte Formel sprechen. 
Demnach würde die Formel E — i20’625 oder E = (Æi?)°>675 die Er¬ 
gebnisse der Versuche noch genauer zum Ausdruck bringen, als 
die oben genannten Formeln1). Uebrigens zeigt sich, dass die Werthe 
Rm vom arithmetischen Mittel Ra ausgehend sich mehr und mehr 
dem Werthe M nähern, je größer das Verhältniss der constanten 
Reize R^ und R2 wird. Die Werthe Rm < M kommen nur bei 
Benutzung von Reizen vor, für welche das Web er’sehe Gesetz 
nicht gilt. 
II. Gewichtsversuche2) : 
10 Werthe Rm < M, 
46 - - > M, aber < — + 
35 ' - - > aber < Ra, 
1 - - > Ra- 
Da hier 56 Werthe zu Gunsten der Formel von Stefanini, 
dagegen 42 zu Gunsten meiner Formel sprechen, würde die Formel 
E — R0'1 oder E = (kR)°’’,b die Ergebnisse der Versuche noch ge¬ 
nauer zum Ausdruck bringen. Auch hier nähern sich die Werthe 
Rm mehr und mehr den Werthen M mit der Zunahme des Ver¬ 
hältnisses der constanten Reize, und ebenso beziehen sich die 
meisten der Werthe der ersten Gruppe auf Reize, für welche das 
Weber’sehe Gesetz nicht gilt. 
III. Schallversuche3) : 
3 Werthe Rm < M. 
16 
- 
- > M, aber < 
46 
- 
- > M\Ra, aber < R( 
13 
- 
~ Z> Ra ■ 
Hiernach sprechen 19 Werthe für die Formel von Stefanini, 
1) Auch Breton (Comptes rendus, 105, S. 426—429) tritt bei den Licht¬ 
empfindungen für die Formel E — const. VJi ein. 
2) Dieselben sind von Stefanini nur etwa zum dritten Theile benutzt 
worden, ich gebe die Resultate sämmtlicher Versuche. 
3) Ich lasse die mit sehr kleinen Unterschieden ausgeführten Versuche 
weg, weil entsprechende Versuche bei den Licht- und Gewichtsreizen nicht aus¬ 
geführt wurden. Dieselben geben durchgängig Werthe der beiden letzten 
Gruppen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.