Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein photometrischer Apparat zu psychophysischen Zwecken
Person:
Kirschmann, August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4163/6/
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Ein photometrischer Apparat zu psychophysischen Zwecken. 
von mehreren Graden bestehen bleibt. Man hat daher die untere 
und obere Grenze festzustellen, d. h. diejenigen Lagen des weißen 
Sectors aufzusuchen, hei welchen der innere Ring eben merklich 
zu dunkel resp. zu hell wird, und aus beiden das Mittel zu ziehen. 
(Hierbei könnte übrigens der Spielraum, innerhalb dessen die Ver¬ 
schmelzung der Ringe bestehen bleibt, unter Umständen ein Maß 
für die Unterschiedsempfindlichkeit ahgeben.) 
Hat im Zustande der Verschmelzung beider Ringe der Aus¬ 
schnitt eine Größe von a°, das gemalte Schwarz aber eine solche 
von 6°, so ist, falls man die Reflexionsfähigkeit des Schwarz = 1, 
die des weißen Cartons = x und die durch den Ausschnitt aus dem 
Innern des dunklen Raumes ausgestrahlte Lichtmenge = 0 setzt, 
(360 — a)x = b + (360 — b)x (t) 
oder * = ^ 
Dies gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Ausschnitt 
absolut lichtlos sei, was genau genommen nicht richtig ist. 
Es ist leicht einzusehen, dass bei Vergrößerung des Ausschnittes 
die Menge des aus dem Innern des dunkeln Raumes reflectirten 
Lichtes nicht einfach proportional der Maßzahl des Ausschnittes, 
sondern proportional dem Quadrate derselben anwächst. Denn, 
wird beispielsweise dem Ausschnitt die doppelte Größe gegeben, 
so gelangt auch die doppelte Lichtmenge in das Innere des Raumes, 
und auch die Menge des reflectirten Lichtes ist, vollständig unregel¬ 
mäßige Reflexion vorausgesetzt, auf jeder Flächeneinheit der Wände 
des dunklen Raumes jetzt die doppelte. Besäße jetzt die Oeffnung 
noch die gleiche Größe wie vorher, so müsste die Helligkeit des 
Ausschnittes zweimal so groß sein. Der Ausschnitt ist jedoch doppelt 
so groß geworden, und es gelangt daher aus dem Innern des dunklen 
Raumes die vierfache Lichtmenge in das Auge des Beobachters. 
Setzt man die Lichtmenge, welche bei einer Oeffnung des Aus¬ 
schnittes von 1° aus dem Innern des Rohres reflectirt wird, = k, so 
lautet die oben angeführte, nunmehr corrigirte Gleichung: 
(360 — a) x + a^k — l + (360 — b)x (2) 
Es seien bei einer anderen Anordnung der Sectoren die Ma߬ 
zahlen der Ringe ax und bx, so ergibt sich 
(360 — ax)x + a^k = bx + (360 — bx)x 
3)
        

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