Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein photometrischer Apparat zu psychophysischen Zwecken
Person:
Kirschmann, August
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4163/1/
Ein photometrischer Apparat zu psychophysischen Zwecken. 
Von 
Â. Kirsclimaim. 
Mit 3 Holzschnitten. 
Bei psychophysischen Versuchen zur Prüfung des Lichtsinns 
pflegt man sich rotirender, aus schwarzen und weißen Sectoren zu¬ 
sammengesetzter Scheiben zu bedienen. Da man jedoch unter 
»Weiß« stets nur die jeweilig vorhandene größte Intensität des farb¬ 
losen Lichtes zu verstehen hat und anderseits ein absolutes »Schwarz«, 
welches gar kein Licht mehr reflectirt, als Pigment nicht existirt, 
so handelt es sich hierbei im Grunde genommen nur um ver¬ 
schiedene Stufen der grauen Empfindungsreihe. Es ist aber von 
größter Wichtigkeit, den Helligkeitsunterschied der zur Verwen¬ 
dung gelangeirden sogenannten schwarzen und weißen Flächen bei 
einer gegebenen Beleuchtung genau zu bestimmen. Man hat zu 
diesem Behufe verschiedene Methoden angewandt. Das Verfahren 
Aubert’s, welches darin besteht, dass die Entfernungen der zu 
vergleichenden und von derselben Lichtquelle beleuchteten Objecte 
so lange variirt werden, bis die Flächen eine übereinstimmende 
Helligkeit zeigen, leidet an wesentlichen Mängeln. Zunächst ist es 
nicht möglich, die Beleuchtung so einzurichten, dass die zu ver¬ 
gleichenden Flächen nur direct von der gemeinsamen Lichtquelle 
bestrahlt und nicht auch von dem durch die Wände des Raumes etc. 
zerstreuten Lichte getroffen werden. Sodann bietet die Accommo¬ 
dation erhebliche Schwierigkeiten, von welchen man sich durch 
folgenden einfachen Versuch überzeugen kann. Lässt man in 
einiger Entfernung von einer gleichmäßig beleuchteten grauen
        

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