Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein Chronograph nebst Controlapparat für sehr genaue Zeitmessungen
Person:
Lange, Ludwig
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4152/13/
Ein Chronograph nebst Controlapparat für sehr genaue Zeitmessungen. 
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halte entstehen1). (Vergl. die beigegehene Reproduction, in welcher 
die erwähnte Ecke durch eine auf die untere Wellenlinie gezogene 
Senkrechte markirt ist.) Möglicherweise sind die Zwischenzeiten zwi¬ 
schen dem Moment dieses Anpralles und der wirklichen Contactlösung 
für alle Fälle constant genug ; und Controlversuche muss man ja doch 
einmal machen. In der That wird diese Vermuthung bestätigt. 
Um zu zeigen, wie genau Chronograph und Controlapparat zu 
arbeiten vermögen, theile ich zwei Reihen von Controlversuchen mit, 
die ich eigens zum Zwecke der Prüfung beider Apparate angestellt 
habe. Man kann die Schreibelektromagnete und ebenso die Control- 
contacte ein für allemal in einfacher Weise numeriren. In der Ver¬ 
suchsreihe A wurde nun der Controlcontact I in den Stromkreis des 
Elektromagneten 1, der Controlcontact II in den Stromkreis des 
Elektromagneten 2 eingeschaltet. In der Versuchsreihe B dagegen 
wurde I mit 2 und II mit 1 verbunden. Sonst waren während aller 
Versuche beider Reihen die Um¬ 
stände unveränderlich dieselben. 
Bei Ablesung aller registrirten Ver¬ 
suche wurde die größte Genauigkeit 
erstrebt. In den mitgetheilten Ver¬ 
suchstabellen (f. S.) gibt nun die FlS‘ 2' 
mit d überschriebene Spalte an, um wie viel Millimeter im einzelnen 
Versuche die in beiden Curvenecken errichteten Normalen (zur gerad¬ 
linigen Fortsetzung) von einander abstehen. Die Spalte 10 «r theilt 
ferner die Länge der hei dem betreffenden Versuch zunächst liegen¬ 
den zehn einfachen Stimmgabelschwingungen mit. Der Quotient 
beider Zahlen bedeutet demnach so viel, als den in oinfachen Stimm¬ 
gabelschwingungen ausgedrückten Zeitabstand der Aufprallmomente ; 
er ist unter v oder h zu finden, je nachdem die Commutatoren der 
Schreibelektromagneten bei dem betreffenden Versuche nach vorn 
oder hinten umgelegt wurden. Endlich ist noch zu bemerken, dass 
der Anker des Elektromagneten 1 stets eher als derjenige des Elektro¬ 
magneten 2 aufgeprallt ist. 
Für die Versuchsreihe A ergibt sich als »wahrscheinlicher Fehler 
des einzelnen Versuchsresultates«: ±0,11, als wahrscheinlicher Fehler 
1) Diese Widerhalte bestehen einfach in streng verstellbaren Schraubenmuttern.
        

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