Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das psychophysische Grundgesetz in Bezug auf Schallstärken, I
Person:
Merkel, Julius
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit4145/35/
Das psychophysische Grundgesetz in Bezug auf Schallstärken. 151 
kiirung stehen zu bleiben. Die Unterschiede sind hei der verhältniss- 
mäßig geringen Anzahl der verkommenden z jedenfalls von unter¬ 
geordneter Bedeutung. Wählt man übrigens zwei nahezu absolut 
gleiche, aber mit entgegengesetzten Vorzeichen behaftete D, so ist die 
Halbirung ohne jedes Bedenken gerechtfertigt, wenn es sich um die 
Bestimmung des Gleichheitspunktes handelt, und die Vertheilung im 
Verhältniss der r und f ist in diesem Falle zu verwerfen. 
Die Gebiete .Sj und S%, innerhalb welcher übrigens die zweifel¬ 
haften Urtheile liegen, sind im Vergleich zu den Schwellen der 
Methode der Minimaländerungen klein zu nennen. Während die 
Verhältnisse = 4- bei der Methode der Minimaländerunsren sich 
* h, 8 
zwischen 1,3 und 1,36 bewegen, sind die entsprechenden Verhältnisse 
bei der Methode der richtigen und falschen Fälle zwischen 1,03 und 
1,05 gelegen. 
Vergleichen wir nunmehr den Unterschied der r der ersten und 
zweiten Zeitfolge bei denVersuchen IIC und VII sowie III C und VIII, 
so ist dieselbe bei II und IIIC etwa 10, bei VII und VIII hingegen etwa 
20. Demnach ist der Einfluss der Zeitfolge wesentlich stärker, wenn 
die Schallintensitäten rascher folgen , als wenn ein etwas größerer 
Zwischenraum vorliegt. Gleichzeitig sind auch bei den ohne Anwen¬ 
dung der Fallzangen angestellten Versuchen die mittleren Fehler 
durchgängig größer als bei den Versuchen mit den Fallzangen, jeden¬ 
falls infolge der Mängel, welche im ersteren Falle der Versuchstechnik 
anhaften. 
Diese Verschiedenheit der Versuchsergebnisse bei rascherem und 
langsamerem Aufeinanderfolgen der Schallreize spricht sich vor allem 
auch bei Anwendung der Fechner’schen vollständigen Elimination 
constanter Fehler aus. Wir wollen in der folgenden Tabelle die m zu¬ 
sammenstellen, welche sich nach beiden Methoden ergeben. Die bei 
vollständiger Elimination constanter Fehler resultirenden Fechner¬ 
sehen Präcisionsmaße seien zum Unterschied von den von uns berech¬ 
neten durch mv bezeichnet. Die letzte Verticalcolumne enthält die 
Mittelwerthe der Größen m und mv.
        

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