Bauhaus-Universität Weimar

Die zeitlichen Verhältnisse der Willensthätigkeit. 
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= %) — R(X) 
wa) = Ruv'o.) — Ru().) 
die Unterscheidungs- und Wahlzeiten mit dem Finger 1 berechnet. 
Bei den Unterscheidungszeiten wurde aus den AVerthen für die 
einzelnen Finger wieder das arithmetische Mittel genommen, da für 
jedenFinger gleich viel Versuche angestellt wurden ; hei Berechnung des 
Mittelwerthes für die Wahlzeiten, wo im allgemeinen für die einzelnen 
Finger eine verschiedene Anzahl von Versuchen vorlag, wurde jeder 
Fingerwerth ?w-fach gezählt, wenn er das Mittel aus m Versuchen war. 
Die mittleren Variationen Vn, VBu, VStm wurden zunächst für die 
einzelnen Finger bestimmt und sodann in der zuletzt geschilderten 
AVeise die Mittelwerthe berechnet. 
Die Anordnung der hei der Ausführung der Versuche zur An¬ 
wendung kommenden Apparate lässt Figur 1 (Taf. I) erkennen. 
Der das Zeigerwerk des Hipp’schen Chronoskops arretirende 
Strom kommt von den beiden Daniell’schen Elementen E2 nach dem 
Stromwender Wrl, geht von da nach dem Kheochord Rh, dem Galva¬ 
nometer G, dem Chronoskop Ch und durch den Stromwender W\ zu 
den Elementen zurück. Eine geringeren AViderstand bietende Neben¬ 
leitung wird durch Schließung des Stromschließers W2 diesem Strome 
auf dem Wege E-, abb’ d g hdc E2 eröffnet, wenn das weiter unten zu 
beschreibende psychophysische Clavier Gl auf der Strecke g h geschlos¬ 
sen ist. Bei der Drehung des die Schließung von W2 besorgenden 
Hebels wird gleichzeitig der secundäre Strom des durch 6 Daniell’- 
sche Elemente E§ (welche in der Zeichnung der Einfachheit wegen 
fortgelassen sind), in Gang gesetzten Inductoriums J durch die im 
Kasten befindliche Geißler’sche Röhre E gesandt, und zwar auf 
dem AVege kc d!f 'em RH. Durch die Reaction wird auf den Strecken 
gh und ef sowohl die Nebenleitung, als auch der Inductionsstrom 
unterbrochen. TU) kann nach beiden Seiten geschlossen werden, 
so dass die Ströme zum Chronoskop und durch die Nebenleitung von 
Wj an auch den entgegengesetzten AVeg verfolgen können. Durch 
abwechselndes Schließen dieses Stromwenders nach der einen und 
der andern Seite wird bekanntlich ein dauerndes Magnetisch¬ 
werden des Ankers im Chronoskop verhindert. Das Rheochord dient 
zur Regulirung der Stromstärke, welche so zu wählen ist, dass das
        

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