Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Recht der Angestellten an den Erfindungen
Person:
Siemens, Dr. Ing. W[erner] v[on] Dr. E. Budde
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit40097/43/
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haben wollen und zwar mit Auswahl: den Vor¬ 
teil der Selbständigkeit ohne ihren Nachteil undl 
den Vorteil des Angestelltenverhältnisses ohne 
seine Beschränkung. Aber die Firma wird ihre 
erfinderisch erfolgreichen Angestellten individuell 
behandeln, ebenso wie ihre auf anderen Gebie¬ 
ten erfolgreichen Beamten, und wenn man den 
großen Spielraum überblickt, auf welchem die 
Entwicklungsmöglichkeiten der Angestellten sich 
ausdehnen und es auch praktisch getan haben, 
so wird man erkennen, daß es großen Leistun¬ 
gen an entsprechenden Aequivalenten auch bei 
der bisherigen Praxis nicht zü fehlen braucht 
und auch nicht gefehlt hat. Die Firma hat so¬ 
gar das höchste Interesse daran, daß in ihrem 
Hause gute Karriere gemacht wird und daß sie 
sich die tüchtigsten Kräfte sichert. Je mehr 
ihre Mitarbeiter zu angesehenen Lebensstellun¬ 
gen sich emporzuschwingen vermögen und zu 
berühmten Namen gelangen, um so besser wird* 
es mit dem Fortschritt des Hauses bestellt sein- 
Die gegenwärtige Praxis schließt es durchaus 
nicht aus, daß die Angestellten auch in direkter 
Weise interessiert werden an den Ergebnissen 
ihrer besonderen Tätigkeit, durch Tantiemen, 
Beteiligungen, Prämien und Abgaben. Dieses. 
Prinzip ist gesund und weiter entwicklungsfähig,, 
wird aber in seiner Anwendung erheblich be¬ 
schränkt durch die zwischen den Angestellten 
bestehende Rivalität, und bedarf in jedem be¬ 
sonderen Falle einer sorgfältigen Erwägung, 
um zu vermeiden, daß ein Gegensatz zwischen 
Sonderinteresse und Allgemeininteresse eintritt. 
Durch die generelle Gewährung eines blinden 
gesetzlichen Anspruches an dem Eigentum der 
Patente wird ein solcher Gegensatz aber her-
        

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