Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Recht der Angestellten an den Erfindungen
Person:
Siemens, Dr. Ing. W[erner] v[on] Dr. E. Budde
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit40097/26/
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Firma Rechnung tragen wird, für welche sich 
aber keine Regeln aufstellen lassen. Die 
Freunde von Doktrinen und Schemata müssen 
jedoch bei ihren Systemen, in welche sich alle 
im praktischen Leben vorkommenden Fälle hin¬ 
einfügen lassen, auch nicht die Kehrseite der 
Medaille übersehen, auf tvelcher die Mißerfolge 
und die Verfehlungen verzeichnet sind. Auch 
hier kann der Angestellte überwiegend selb¬ 
ständige Eigenart betätigen, und der einzelne 
wird hier ebenso häufig in exzeptioneller Weise 
aus dem allgemeinen Rahmen heraustreten 
können, wie bei einem Erfolge. Ein Leitsatz 
jedoch, durch welchen bestimmt wird, daß die 
Erfolge den Angestellten, die Mißerfolge der 
Firma gehören, wird nicht leicht plausibel zu 
machen sein. 
Neben den Schwierigkeiten, welche eine 
Firma in Ausübung ihres technischen Berufes 
zu überwinden hat, und welche in der Natur 
des technischen Objektes liegen, steht aber 
noch eine andere Klasse von Schwierigkeiten, 
welche durch das Vorhandensein konkurrieren¬ 
der Bestrebungen auf dem gleichen Arbeits¬ 
gebiete bedingt ist. In diesem Widerstreit der 
Bestrebungen liegt die eigentliche Bedeutung 
der Patente. Ohne Patentschutz würde sich die 
weitere Entwicklung der Technik zwar ebenfalls 
vollziehen, aber sie würde ohne Zweifel in vielen 
Fällen erschwert und verlangsamt werden. Denn 
es wäre wirtschaftlich oft recht gewagt, große 
Einrichtungen zu treffen, kostspielige Arbeiten 
und Versuche vorzunehmen und das Risiko der 
Einführung neuer Lösungen in die Praxis zu 
tragen, wenn jeder Konkurrent ohne weiteres 
in der Lage ist, von den mühsam gewonnenen
        

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