Volltext: Über Sinnbilder aus dem Formenschatz der bildenden Künste und ihre kulturgeschichtliche Bedeutung

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3)1 eu le am; • il6er Sinnbitber n. b. 
beim iiu bem Stempel ju ©abeS SReidjtiimer, 
mul) cblc ©letalle, uiib bie fcßlug man ju 
©fiinjen. îiefeit aber felgte man baS 
eßett beS SeralteS, bie 
beiben ©nuten, 0erbmt= 
ben burcf) eine feßtäg 
geßättgte, alia fallenbe 
unb mieber fteirjenbe 
Sette, auf. ®aS 50g 
fiel) bi§ inS SOcittelatter 
ßinauf ; man nannte bie 
©pniiifdk (Eiröcrmiinjc. H1 geftempelten ©tün= 
jeu Solonnateit ober 
©äuleittßaler unb bitbete fic beim ©cßretben 
bureß ein Reichen ab, baS fict) halb meit Per* 
breitete, jmei aufrechte ©trieße mit einem 
feßrägett ßug quer ßinbureß, ein ßeießen, ein 
©innbitb, baS noef) t)ente für ben ®o!lar, S, 
gebraucht mirb. ®aSfelbc ßeießen fterft, mie 
ebenfalls EaruS ©terne (Ernft Sraufe) ge= 
jeigt ßat, in bem filteren Reichen für fßfitnb 
©terting, £, unb fobann in nuferem Sinn* 
bilb für S^funb, Ti, inbem belnnntticf) baS 
©lägen ber Ebetmetatle and) ein Verfahren 
ju il)rer SBertmeffung mar unb baburcf) 
einen Übergang bilbete. ®entlief) jeigt nufer 
ipfimbjeicßeit bie beiben Säulen mit bem 
t)inaufgefcl)lungcneu 3ll9- ®aS ©äulcnjci= 
cijen auf ben SMünjen ift übrigens gar nießt 
außer ©ebvaudj gelommcn; bie fpanifdjen 
©ilbcrmünjen tragen eS nod) immer. ®ie 
Slbbilbuug eines 3meOSf>efetaS = @tüc!eS (ege 
id) t)icr in obenftefjenber fyigur nor; bie uen= 
binbenbe Sette ßat fid) in ein ©anb ner= 
limnbclt, metcßeS jugleicfj juin fragen bcS 
©taatSmappeuS bient. 
Stießt uuermähnt möchte ich laffen, baß ber 
trefftießfte aller alten ©eograpßett, ©trabo, 
fid) mit ber ©äuleufrage eingehenb £>efcf)af= 
tigt hat (III. ©uef) 5) unb uad) Pielem £)in= 
unb ^erraten uad) Snfcln unb Srüelchen 
ju bem Schluß lammt, eS feien bad) ©erge 
unb nießt bie Stempeljäuleu bon ©abeS ge= 
meint. ®arf man nad) ncunjel)u Saßrßun* 
berten einem folcßen @cmäl)rSmann miber= 
fpreeßen? 3d) glaube, mau muß, um ißm 
nämlich gerecht ju merbeu für feine auSfüßr* 
ließe ©ejprccßung ber fdjon imr 2400 Ujaßven 
bon iß'iubar gebrauchten fh'ebenSart. Senn 
er ermähnt 11. a., baß mau aueß non ©äuleu 
beS fperalleS ober beS ®ionßfoS in pubien 
fpreeße als ben äußerfteu ©eifcjielcn, baß biefe 
fyiuinenfeßnp ber bilbeuben fiiiiifte. 
®etifmä(er aber berjcïjmunben feien. ES ßait= 
beite fieß alfo ftetS um bie Errichtung mirf= 
licl)er ©äuten, bereit ©amc „auf bie Orte 
übertragen mürbe", fagt ©trabo, „mag man 
nun barunter bie ^jnfelc^ert ober bie bie 
©leerenge bilbeuben ©orgebirge oerfteßen." 
®attn aber meint er, baS gälte auSnahmS= 
meifc nießt für bie Säulen im Stempel ju 
©abeS, to eil „nießt Saufleute, fonbern niel= 
meßr tpeerfüßrer bie ©enenitung juerft ge= 
braueßt" ßätten. StäßereS mirb nießt gefagt: 
eS jeßimmert an ber ©teile ein gemiffer 
ülntipßönijiSmuS burcf). Shut faim aber 
nicßtS SaufmäitnifcßereS gebaeßt loerbeu als 
baS ermäßnte ©djlageu ber SOÎünjen, fo baß 
gerabe bamit ber bis ßeute fortlaufenbe ©e= 
meiS für bie .öerleitung beS SlatnenS üon 
ben Sempelfäulen gefüßrt mirb. ®ie 2lraber 
unb ©faiircn ßalten ßeute bie beiben Säulen 
für — Sanoueu unb nennen beSßalb einen 
bamit geftempelten Stßaler einen Abu medfa, 
©ater ber Sanonen. @0 ßabeit mir beim 
hier ein ©eijpiel non ber unbemußten fyeft= 
ßaltimg eiiteS ©initbilbeS bnreß 3aßl'tau= 
feube, beffeu begrifftießer Snßalt feiner lan= 
gen Erßaltiuig im ßödjften ©rabe mürbig ift. 
3cß feßtieße hier gleich ein aitbereS @on= 
neureichen an, baS fogetiannte fpafenfreuj, 
bfi, baß fiel) auS grauem Slltertum als faum 
noeß ucrftanbcueS, erft burd) geleßrtc gern 
Sriitafriajeidfen in ißalermo. 
feßung mieber flar gemacßteS ©inubilb er« 
ßalten ßat. ES ftellt bie einem 91abe äßn= 
Heß laufenbc, fortfeßreitenbe Sonne bar. 
©cßliemann ßat niele Rimberte non ©pimm
	        
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