Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abriss der Festigkeitslehre für den Maschinenbau
Person:
Reuleaux, F[ranz]
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39852/15/
FESTIGKEIT DER BAUSTOFFE 
Fier, l 
§• 1 
Einleitung 
Die Festigkeitslehre ist ein für alles Bauwesen höchst wich¬ 
tiger Teil der Mechanik. Sie betrachtet die Beziehungen zwischen 
äußeren und inneren Kräften, entgegen 
anderen Untersuchungen, welche die Be¬ 
ziehungen vorn äußeren zu äußeren Kräften 
ermitteln wollen. Während nämlich, um ein 
Beispiel für beides anzuführen, die Stabili- 
täts- oder Standfähigkeitslehre einen steiner¬ 
nen Schornstein. Fig. 1, daraufhin prüft, ob 
die äußere Belastung durch Wind nicht die, 
ebenfalls äußere Schwerkraft überwinden, 
d. h. das Bauwerk umkippen könnte, unter¬ 
sucht die Festigkeitslehre, ob seine Ziegel¬ 
und Mörtelschichten ausreichend durch ihre 
inneren Kräfte zusammengehalten seien, um 
das Ganze als eine schwere Einheit ansehen 
zu dürfen. Noch eingehender wird diese 
Untersuchung sein müssen, wenn es sich um 
dynamische Einflüsse, wie die von drohenden 
oder stattgehabten Erschütterungen handelt. 
Die Festigkeitslehre beruht, gleich der Me¬ 
chanik überhaupt, auf Erfahrung, insbe¬ 
sondere auf der beabsichtigten Erfahrung: 
dem Versuch, der durch mathematische Be¬ 
handlung auf die Einzelfälle übertragen wird. 
Man unterscheidet praktisch gewöhn¬ 
lich sechs Arten der Beanspruchung, nämlich 
die auf: 
Zug, Druck, Schub, Biegung, Drehung 
und Knickung. 
Reuleaus, Festigkeitslehre 
bau 
1
        

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