Bauhaus-Universität Weimar

Meteoreisen 
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Wenn Phosphor dem reinen Schmiedeisen oder überhaupt 
kohlenstoffarmem Schweißeisen beigemengt ist, so schadet das bis 
zu dem Phosphorgehalt 0,5 v. H., ja bis 0,75 v. H., nicht erheblich*)_ 
P>ei merklicher Anwesenheit von Kohlenstoff aber, also beim Über¬ 
gang zu Stahl, tritt dagegen bald Verminderung der Zähigkeit, 
tritt Kaltbrüchigkeit und wirkliche Sprödigkeit ein. Ein .Eisen? 
bild mit hohem Phosphorgehalt führt Fig. 74 vor Augen. Ver¬ 
größerung 200 fach. Die dunkeln Phosphorkörner sind aus 
Perlitteilchen, die in Ferrit liegen, gebildet und sind von einem 
Fig. 75 
Meteoreisen 
weißen Saum (aus Eisenphosphid) und stark durch das Schleifen 
angegriffenen Ferritbändern umgeben. Kohlenstoffgehalt des 
Probestückes 0,13, Phosphorgehalt 0,93 v. H. 
Schließlich sei noch in Fig. 75 ein Schlift'bild vorgeführt, 
das, wie das vorausgehende, im Kruppschen Laboratorium, und 
zwar einem schweren Meteorblock aus Deutsch-Südwestafrika ent- 
*) Näheres in den Berliner Verhandlungen Sept. 1903, A. Schmitz, 
Untersuchungen über Zugfestigkeit usw. von Eisen- und Stahlstäben.
        

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