Bauhaus-Universität Weimar

Roheisen und Stahl 117 
indem Vis rund das Verhältnis zwischen Zementit und seinem 
Kohlenstoff ausdrückt. 
Links in Fig. 66 steht Schmiedeisen, dem aller Zementit 
fehlt. Eine kleine Beimengung von Zementit, also auch Kohlen¬ 
stoff, läßt aber schon Stahl entstehen. Bei 30 Zementit oder rund 
2 Kohlenstoff beginnt schon das Gußeisen, das sodann bei fernerer 
Steigerung des Zementitanteils völlig in weißes übergeht. 
Die Widerstandsfähigkeit gegen Zug wird durch den Zementit- 
gehalt stark beeinflußt, und zwar anfänglich rasch gesteigert bis 
zu einem Höchstwerte von Bk, der bei etwa 85 Ferrit und 
15 Zementit liegt; weiterhin fällt JBZ fortwährend bis zu Ende, 
wie die Kurve angibt. Diese Kurve stellt in ununterbrochener 
Folge eine große Reihe von Werten dar, von denen wir in der 
Zusammenstellung von §. 33 einzelne vor uns hatten. Die Härte 
des Gemisches steigt stetig und gleichmäßig mit dem Zementit- 
gehalt; die Bildsamkeit dagegen fällt bei zunehmendem Zementit- 
anteil rasch ab. 
Fig. 67 
Schlacke 
Schmiedeisenstab 
Gehen wir nun von diesem theoretischen Gesamtbilde zu 
einzelnen mikroskopischen „Eisenbildern“, wie ich sie nennen 
möchte, über. Zuerst zu einem Stück Längsschnitt eines Schmied¬ 
eisenstabes (nach Howe), Fig. 67. 
Er besteht aus kristallisirtem Ferrit, dem aber in dünnen
        

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