Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Construktion und Berechnung der für den Maschinenbau wichtigsten Federarten. Für Fabrikanten und technische Lehranstalten
Person:
Reuleaux, Franz
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39849/8/
8 
Ende B dagegen am schwächsten, liier wird nämlich (/ 
unendlich gross, d. h. die Curve geht in eine gerade Li¬ 
nie Uber. Auf ähnliche Schlüsse kommt inan auch , wenn 
man bedenkt. dass das Moment der biegenden Kraft P für 
x — 0 selbst = 0 ist, also auch keine Krümmung Ihervor- 
bringen kann, und dass das Moment mit wachsendem x 
stets zunimmt. 
Die bis hieher zusammgestellten Formeln beantworten 
eine Reihe von Fragen Uber die Festigkeit und Elastizität 
der vorliegenden Feder, und könnten dazu dienen, die 
Abmessungen einer zu konstruirenden Rechteckfeder zu be¬ 
rechnen; doch sollen sie uns zunächst dazu weniger dienen , 
als zur Gewinnung allgemeiner Anschauungen Uber die 
Eigenthümlichkeiten der behandelten Feder. Formel (1) 
lehrt, dass bei gleicher Spannung ©, also gleicher Sicher¬ 
heit, die Belastung P der Feder in demselben Verhältnis« 
zunehmen darf, wie man die Breite b grösser macht. Die 
Tragkräfte zweier Rechteckfedern von gleicher 
Dicke und L än ge ver h alten sich also wie die B r e i- 
ten der Federn. Da sich dieser Satz auf die Befesti- 
gungstollc bezieht, so gilt er auch von Federn, die zwi¬ 
schen A und Ü nicht den Querschnitt von A beibehallen, 
wovon weiter unten mehr. Ferner zeigt Formel (1); dass 
für gleiche Sicherheit P in demselben Verhältnis« 
kleiner werden muss, als man l grösser machen 
will. Eine Vergrösserung von h zeigt sich dagegen 
sehr günstig für die Tragkraft , indem dieselbe mit dem 
Quadrat der Höhe h wächst. Verdoppelt man also z. B. 
h, so steigt die Tragkraft auf das Vierfache. Diess fuhrt 
übrigens nur scheinbar dahin, dass man einer Feder, 
die eine bedeutende Tragkraft haben soll, vor allem eine 
verhältnissmässig grosse Dicke h geben soll, wenn man sie 
mit geringem Materialaufwand herstellen will: denn man 
würde dadurch die Biegsamkeit der Feder bedeutend 
beeinträchtigen. Um uns hierüber ein genaueres Urthcil
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.