Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Construktion und Berechnung der für den Maschinenbau wichtigsten Federarten. Für Fabrikanten und technische Lehranstalten
Person:
Reuleaux, Franz
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39849/68/
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sich ergebende Verjüngung fällt so wenig einfach aus, und 
dann würde durch Anbringung derselben auch wieder die 
Anfertigung so sehr erschwert, dass man wohl davon ab- 
sehen kann, obschon eine ziemlich grosse Materialersparniss 
dabei zu erzielen wäre. Die Kegelfedern haben nun erstens 
den Vorlheil, dass sich ihre Gänge beim Zusammendrucken 
ineinanderschieben , so dass man oft sehr an Raum dadurch 
gewinnt, und zweitens dass man sie aus flachen Stahlbän¬ 
dern leiebt herstellen kann. Die Kegelfedern aus rundem 
Draht finden bekanntlich als Polsterfedern eine sehr zahlreiche 
Anwendung. Hier wird ihre Eigenschaft, die Gänge in ein¬ 
ander zu schieben , recht nützlich, indem sie sich in Folge 
dessen auf eine sehr geringe Hohe zusammenpressen lassen. 
Was die Verlängerung oder Verkürzung f angeht, so 
lässt sich dieselbe auch aus Formel (28) ableiten. Freilich 
aber sind die Vernachlässigungen der Schraubensteigungs¬ 
winkel hier fühlbarer als bei den Gylinderfedern , so dass 
dieselben mit in Rechnung gezogen werden müssen, wenn 
man ein genaues Ergebniss erhalten will. Hier würde 
nicht wohl der Ort sein, auf diese weit verwickelteren 
Rechnungen, mittelst deren sich übrigens f sehr genau 
ermitteln lässt, einzugehen. Es möge hier genügen, dass 
bei den Federn mit constantem Gangquerschnitt der Ver¬ 
längerung oder Verkürzung f zwischen Va und '/» von 
derjenigen fällt, welche einer Cylinderfeder vom glei¬ 
chen Gangquerschnitt und einem Halbmesser gleich dem 
der Kegelgrundfläche zukommt, vorausgesetzt, dass der 
Kegel bis nahe zu seiner Spitze ausgeführt ist. In Folge 
der Veränderlichkeit des Steigungswinkels fällt auch f nicht 
ganz proportional P aus, sondern nimmt bei starker Zu- 
sammenpressung etwas langsamer zu als /’. 
Im Ganzen ist zu erwarten, dass die Schraubenfedern 
in grösserem Massstab im Maschinen- und namentlich beim 
Eisenbahnwesen immer mehr Anwendung finden werden. 
Zunächst sind die Schraubenfedern sehr leicht anzufertigen,
        

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