Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ueber die Construktion und Berechnung der für den Maschinenbau wichtigsten Federarten. Für Fabrikanten und technische Lehranstalten
Person:
Reuleaux, Franz
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39849/59/
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einen Eisenbahnwagen erhalten demnach, wenn man das¬ 
selbe Material verwendet, und die Federn so conslruirt, 
dass sie gleiche Sicherheit gewähren und sich bei gleichen 
Belastungen gleich viel biegen, stets dasselbe Gewicht, ob 
man ihnen viel oder wenig Blätter gibt, diese lang oder 
kurz, schmal oder breit, dick oder dünn mache. Wenn 
also Fabriken bei Lieferungen von Eisenbahnwagenfedern 
concurriren, so können sie, vorausgesetzt, dass sie die 
im 11. Abschnitt entwickelten einfachen Bedingungen für 
die gleiche Festigkeit ihrer Construktionen gleich gut 
erfüllen, nur durch die Güte des a n ge wand t en Ma¬ 
terials Erfolge erlangen. Die Gute des Materials, 
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die sich durch den Coefficienlen oder —pr bemisst, ist 
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übrigens, wie schon im 11. Abschnitt gezeigt wurde, von 
ganz bedeutendem Einfluss auf das Federgewicht. 
lnterressant ist auch die Folgerung aus Formel (45), 
dass bei einem und demselben Material das Gewicht der 
Feder der Belastung V und der Senkung f direkt 
proportional ist. Hätte man also bei allen Wagen einer 
Eisenbahn alle Federn von gleicher Construction und aus 
dem gleichen Material herzustellen, wendete man z. B. 
nur gussslählerne Blattfederwerke an, so könnte man das 
Verhältniss der Gewichte aller F'edern einfach aus dem Ver- 
hältniss der Gewichte der beladenen Wagen und des vorge¬ 
schriebenen Spiels der Federn ermitteln. Bei Personenwa¬ 
gen ist das Federspiel ziemlich constant, etwa gleich 5 Centi¬ 
meter. Bei diesen verhalten sich also die Federgewichte 
wie die Gewichte der beladenen Wagen. Im Mittel 
Hierin ist Pf die Art. eit tier Kraft P während ihres Weges / ; dabei ist 
der eingeklammerte Werth, da er nur Grössen enthält, welche an der zum 
Vergleich herangezogenen Feder Vorkommen, als eine Constante zu betrach 
ten. lis ist also dieser Ausdruck ähnlich dem bekannten, welcher besagt, 
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dass die Arbeit P/'dem sogenannten „Arbeitsmod ul“ — des Materials 
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des angegriffenen Körpers und dessen Inhalt V proportional ist.
        

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