Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Erklärung der Orgel-Register mit Vorschlägen zu wirksamen Register-Mischungen
Person:
Locher, Carl
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39815/62/
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Registermisckungen. 
Registermischungen. Dass der für dieses bescheidene 
Werk knapp zngemessene Kaum eine weitläufige Theorie 
über die Kegistrirkunst und auch den Abdruck mannig¬ 
faltiger [Dispositionen nicht erlaubt hat, liegt auf der 
Hand. Ich habe es mir aber angelegen sein lassen, 
am Schluss der einzelnen dazu Anlass bietenden Re¬ 
gister einige nützliche Winke zu vorteilhaften Register¬ 
mischungen beizufügen. Selbstverständlich machen die¬ 
selben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit und müssen 
in jedem speziellen Falle, je nach der in der betreffenden 
Orgel zu Grunde gelegten Intonation, etwas modifizirt 
werden. Immerhin können sie, als ein auf reiche Er¬ 
fahrung basirter Grundriss der Mischungsverhältnisse, da 
und dort einem der verehrten Herren Kollegen Anlass 
zur Verwertung bieten. Aus den in mehreren Fällen 
gemachten Vorschlägen ersieht der einigermassen ver¬ 
traute Organist leicht mein Bestreben, auf die sorgfältig 
zu beobachtenden Beziehungen und Verwandtschaften 
zwischen den strenge nach dem Fusston unterschiedenen 
Stimmen hinzuweisen. Bei Flautino und Flageolet ist 
beispielsweise die Notwendigkeit und Qualität der an¬ 
gemessenen Deckung, bei Bombarde und Posaune die 
entsprechende Stärke des Labialwerks, bei Mixtur, Cym¬ 
bal, Scharf etc., deren ausschliessliche Verwendung zum 
vollen Werk ausdrücklich verlangt. Aus den Artikeln 
Labialwerk, Mixtur, Zungenwerk und andern ersieht man 
ferner einige Grundbedingungen zu einer den einzelnen 
Anlässen entsprechenden Registrirung, z. B. dass Ernst, 
Würde und Fülle durch den edlen, gesunden Principal- 
ton in Verbindung mit den Gedachten, Flöten und Gam¬ 
ben, dass Glanz und Schärfe durch Mixturen, durch 
zweifüssige Labial- und durchgreifende Zungenstimmen 
erzielt werden, und dass der Organist sich in erster
        

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