Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Erklärung der Orgel-Register mit Vorschlägen zu wirksamen Register-Mischungen
Person:
Locher, Carl
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39815/49/
Mixtur — Nassat. 
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selben Gelehrten verdanke ich auch die an der Spitze 
dieses Artikels gebrachte Gegenüberstellung von Theorie 
und Praxis in der "Würdigung dieses Registers. Das 
Material für die Mixturen ist meist Probezinn, d. h. eine 
Legirung (siehe Gamba) von Zinn und Blei oder, wie 
diese Mischung im deutschen Orgelbau gewöhnlich heisst, 
Metall. (Siehe auch Registermischungen.) 
Metall, siehe Gamba. 
Montre (vom lateinischen monstrare, zeigen) heisst 
bei den Franzosen das in der Front dem Auge sichtbare 
Prospektprincipal. Ich fand die Bezeichnung Montre 
und Montre-Echo auch auf der grossen Moser’schen Orgel 
zu Freiburg und, auf der Genfer Münsterorgel, im gleichen 
Manual die Bezeichnungen Principal 16', Montre 8' und 
Prestant 4'. (Siehe Octav.) 
Musette, siehe Schalmei. 
N. 
Nachthorn, in der Regel eine weit mensurirte horn¬ 
artige Pedalstimme (zu 4' z. B. im Ulmer Münster, in 
der Breslauer Domorgel lind in der Berliner Garnisons¬ 
kirche). Kommt auch im Manual, im 8' sowohl als im 
4' Ton, vor, seltenerweise auch zu 2' im Benediktiner¬ 
kloster zu Weingarten. 
Nassat, eine gewöhnlich als Quintregister zu 5Vs, 
22/s und 1V3 ' vorkommende gedeckte Labialstimme. Auch 
Grossnassat, 102/3', welches in Verbindung mit Principal 
16' den 32' Ton erzeugt (siehe Quinte), trifft man z. B. 
in einigen grossen Haas’schen Orgeln an.
        

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