Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Theorie der pneumatischen Orgeltraktur und die Stellung des Spieltisches
Person:
Biehle, Johannes
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit39811/25/
Johannes Biehle, Theorie der pneumatischen Orgeltraktur usw. 
25 
in die Erscheinung treten. Das gleiche Bestreben lassen die Serien IV 
und V erkennen; nur liegt bei 15 m Bohrlänge eine Störung vor. Ihre 
Durchkreuzung der Kurve II gibt ein anschauliches Bild von der vor¬ 
teilhaften Wirkungsweise des Beiais. Die 1. Kurve des Systems B, bei 
dem ein Beiais mit entlastendem Winde angewandt wurde, zeigt die 
gleiche, mehr flache, also vorteilhafte Lage von IV mit allen Wendungen. 
Die Darstellung der Serie VIII war graphisch zu teilen und dabei zu 
unterscheiden, ob die Station nur 2,5 m (Villa) oder 5 m (VIIIb) vor 
dem Beiais liegt. Also allein der Umstand, wie eine Gesamtstrecke 
durch einen Zwischenapparat geteilt wird, ist von merkbarem Einflüsse 
auf die Gesamtverzögerung. Hierfür ist Serie IX ein drastisches Bei¬ 
spiel. Die zunehmende Verkürzung der mittleren Strecke zwischen Um¬ 
schalter und Station begünstigt die Gesamtwirkung. Im übrigen weist 
diese Anordnung eine beträchtliche Verbesserung gegenüber der von 
Serie VIII auf. — Kurve X des Systems C (Membranenlade) zeigt die 
ungünstig steile Lage und den charakteristischen Knick der Kurven II 
und III. Hier waren, wie später gezeigt wird, Bohrung und Größe der 
Ventile anscheinend nicht richtig getroffen. 
Es ließen sich noch unzählige Schlüsse über den Einfluß der ein¬ 
zelnen Bohrteilstrecken und über den Wirkungsgrad der verschiedenen 
Apparate und Anordnungen aus dem vorliegenden graphischen und 
Zahlen-Materiale ziehen und auch durch weitere ergänzende Messungen 
die Kurven vervollständigen. Eür die vorliegende Arbeit liegt aber augen¬ 
blicklich nicht das Bedürfnis einer so eingehenden Behandlung vor. 
X. Untersuchung einzelner Vorgänge. 
Das Modell des elektropneumatischen Systems bot mir die Gelegen¬ 
heit, die einzelnen Bewegungsvorgänge einer Lade zu analysieren. — 
Die Einrichtung der elektropneumatischen Lade ähnelt im Prinzip 
der einer pneumatischen Kegellade, nur wird das Belaisbälgchen nicht 
von dem Windmagazin der Spiellade ausgehoben, sondern von einem un¬ 
mittelbar vor dem Beiais vorgelagerten Windkasten, dessen Ventil von 
einem Elektromagneten geöffnet wird. Es wurde nun der ganze Weg 
in drei Teilstrecken zerlegt und zwar: 
a von der elektrischen Erregung des Magneten an bis zum Beginne des 
Hubes des Belaisbälgcliens, 
b von da bis zum Beginne der Bewegung des Pfeifenbälgchens und 
c von diesem Momente an bis zum Ertönen der Pfeife. 
Für diese Teilstrecken wurden folgende Werte gefunden: 
a 23 <; 
b 6 er 
c 10 ff
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.